zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 16:56 Uhr

Umweltsünder an der Bockmühle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Förderverein klagt über Müllablagerungen und den Diebstahl von LED-Strahlern / Bilanz für 2014 fällt ansonsten sehr positiv aus

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 10:36 Uhr

Über das Jahr 2014 berichtete der Vorsitzende des Fördervereins Bockmühle in Honigfleth, Amtsvorsteher Helmut Sievers, „eine Menge Positives, aber auch einiges Negatives“. Unter den Teilnehmern hieß er besonders Wilsters Bürgermeister Walter Schulz, die Mühlenwarte Wolfgang Möller und Claus Bracker und den Jugendgruppenleiter Peter Schütt willkommen. „Hervorragend gelaufen“, so sagte der Vorsitzende, sei der Deutsche Mühlentag, an dem sich der Bockmühlenverein zum 17. Mal beteiligte. Dank sagte er der Sparkasse Westholstein, die die Kutschfahrten zwischen der Bock- und der Rumflether Mühle in gewohnter Weise sponserte. Zum 22. Deutschen Mühlentag laden beide Mühlen zwischen 11 und 17 Uhr am Pfingstmontag, 25. Mai, ein. Für musikalische Unterhaltung auf dem Mühlenplatz in Honigfleth werden diesmal die „Liekedeeler“ mit Thorsten Franck und Melany Preiß sorgen. „Wir hoffen auf gutes Wetter, etwas Wind und viele Besucher“, betonte Helmut Sievers.

Der Vorsitzende berichtete weiter, dass er bei einem Erörterungstermin zur Verbreiterung der B 5 um eine Fahrspur durch Peter Schütt vertreten worden sei. Dem Mühlenverein sei zugesichert worden, dass für die Mühle in keiner Weise eine Beeinträchtigung durch die Baumaßnahme zu befürchten sei. Dank sagte Helmut Sievers den beiden Mühlenwarten, die jeweils 300 Euro gestiftet hätten. Geld, das der Verein gut gebrauchen kann, haben doch im letzten Jahr unbekannte Täter die für 700 Euro angeschafften LED-Strahler für die Mühlenbeleuchtung gestohlen haben. Damit hatte der Verein die Energiekosten senken wollen, was nur knapp eine Woche lang gelungen war.

Ohnehin beklagte der Vorsitzende Verschmutzungen rund um die Bockmühle und den Mühlenplatz. Hausmüll, gebrauchte Windeln und sogar Bauschutt seien wiederholt dort von unbekannten Tätern abgelagert worden. „So kann es nicht weitergehen“, sagte Helmut Sievers. Ein weiteres Problem sei die mit Hochofenschlacke befestigte Zufahrt zum Mühlenplatz. Der Belag habe durch Frost und Regen erheblich gelitten, so dass größere Schlaglöcher aufgetreten seien. Der Vorstand habe deshalb entschieden, die Zufahrt künftig über die Wintermonate für Fahrzeuge zu sperren. „Zu Fuß kann man die Mühle immer erreichen“, sagte Sievers. Im Übrigen dankte er der Jugendgruppe, die mit ihrem persönlichen Einsatz – auch beim Auftakeln der Mühle – dem Vorstand „ein entspanntes Jahr“ ermöglicht habe.

Über Mühlenbewegungen und die Betreuung von Besuchergruppen mit insgesamt mehr als 500 Teilnehmern informierte Mühlenwart Wolfgang Möller. Er hob hervor, dass sich die Mitglieder der Treckerscheune Bahrenfleth, die die Mühle mit etwa 70 historischen Lanz-Bulldogs angefahren hatten, bei ihm mit einem altertümlichen Bronzelager für die Gastfreundschaft bedankt hätten. Das Teil war auf einem alten Mühlenplatz in der Krempermarsch gefunden worden.

Über die gesunde Kassenlage des Vereins berichtete Schatzmeister Ralf Glückstadt. Der Haushaltsplan 2015 wurde genehmigt. Damit werden rund 1800 Euro für die Ausbesserung eines Mühlenflügels, Anstricharbeiten und die Instandsetzung der Zuwegung finanziert.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Elke Thumann (Foto) einstimmig zur Schriftführerin des Mühlenvereins gewählt. Sie hatte bereits vor einigen Monaten kommissarisch die Nachfolge der ausgeschiedenen Amtsinhaberin Ute Brümmer angetreten. Zum Kassenprüfer wurde der Vertreter der Gemeinde Beidenfleth, Friedhelm Peetz, gewählt. Nach der Bekanntgabe von Terminen wies Helmut Sievers auf die Idee hin, die Mühle in die Projekttage der Grundschule Wilster einzubeziehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen