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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 02:44 Uhr

Wirtschaft : Umschlag entwickelt sich stürmisch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Elbehafen verdreifacht sein Vorjahresergebnis bei der Verladung von Windkraftkomponenten. Seit Januar wurden 1300 Komponenten verladen, 2014 waren es 400.

von
erstellt am 15.Okt.2015 | 05:10 Uhr

Eine steife Brise treibt die Umschlagszahlen für Windkraft-Komponenten im Brunsbütteler Elbehafen voran: Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres sind dort mehr als drei Mal so viele Anlagenteile umgeschlagen worden als im gesamten Vorjahr. 1300 Komponenten wurde seit Januar von Schiffen geladen, in 2014 waren es insgesamt 400.

„Diese Zahlen sind Bestätigung und gleichzeitig Ansporn, unseren Kurs weiterzuverfolgen, da sie unser Engagement für die Windenergiebranche bestätigen“, erklärt Frank Schnabel (Foto), Geschäftsführer des Hafenbetreibers Brunsbüttel Ports. „Damit wird die Bedeutung unseres Standorts für die Windkraftbranche nachhaltig untermauert.“

Brunsbüttel Ports verlädt über den Elbehafen diverse Elemente von Onshore-Windkraftanlagen. Dazu zählen Turmsegmente mit Einzelgewichten von bis zu 65 Tonnen, Naben mit Gewichten von bis zu 35 Tonnen, Gondeln und Statoren (Teile der Dynamos, Red.) mit Gewichten von 50 Tonnen sowie Rotorblätter. Diese werden in Brunsbüttel zwischengelagert und anschließend in der Regel per Schwerlast-Lkw zu den nahen Baustellen der Onshore-Windparks transportiert.

Für die erforderliche Zwischenlagerung von Windkraftkomponenten hatte der Hafenbetreiber erst im Juni eine 7300 Quadratmeter große Schwerlast-Fläche in Betrieb genommen – dort stand bis zu einem Abriss das alte Verwaltungsgebäude. Investiert wurden in die Fläche rund eine Million Euro. Seit ihrer Inbetriebnahme sei die Fläche gut ausgelastet, berichtet Schnabel, eine Vielzahl von Schwerlast-Komponenten von Windkraftanlagen werde dort nach dem Löschen vom Binnen- oder Seeschiff bis zum Weitertransport gelagert. Der Hafenchef: „Die Erweiterung unserer Kapazitäten war ein wichtiger Schritt, um die wachsende Nachfrage bedienen zu können.“

Schnabel hofft, dass die positive Entwicklung auch im kommenden Jahr stabil bleibt. Die Voraussetzungen für diese Erwartung dürften gegeben sein: „Der Ausbau und das Repowering von Windparks in der Region verschaffen der Onshore-Windenergie einen deutlich zu spürenden Rückenwind.“ Mit Abschluss des laufenden Jahres wird mit einem neuen Rekordjahr für den Umschlag von Windkraftanlagen gerechnet.

Ergebnisse, die parallel zu der Entwicklung der Hafengruppe verlaufen. Frank Schnabel fasst zusammen: „Neben der Windenergiebranche, gehen wir generell für unsere Häfen und die verschiedenen Gütergruppen von einer weiterhin positiven Tendenz im Gesamtergebnis aus.“

Bereits im Juli hatte Brunsbüttel Ports dies mit Zahlen aus der Halbjahresbilanz unterlegt: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 9,5 Prozent mehr Güter in den drei Häfen der Schleusenstadt umgeschlagen – 6,4 Millionen Tonnen. Das sei ein neuer Rekord des zur Schrammgroup gehörenden Hafenbetriebs, so Schnabel damals.

Wachstum meldete Brunsbüttel Ports auch für die Häfen in Glückstadt, Rendsburg (dort gemeinsam mit der Ahlmann-Zerssen GmbH + Co KG) sowie die Hafenanlagen bei der Aurubis in Hamburg und im Kohlekraftwerk Moorburg. In diesen Häfen und Terminals summierte sich im Halbjahresergebnis die Umschlagsmenge auf 7,8 Millionen Tonnen.

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