Umschichten für Schul-Sozialarbeit

Für die Sozialarbeit an Schulen gibt es an anderer Stelle Einschränkungen.

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08. September 2009, 09:55 Uhr

Itzehoe | Sechs Stellen soll es dereinst vielleicht für Sozialarbeit in Schulen geben. So sieht es das Konzept des Kinder- und Jugendbüros vor. Die Politik begrüßte es grundsätzlich, bewilligt wurden vor den Sommer ferien zwei halbe Stellen. Heraus fielen zehn Stunden für die Aufstockung der Stelle an der Klosterhofschule sowie zehn Stunden für die Koordination im Kinder- und Jugendbüro, obwohl diese "dringend erforderlich" sind, so Jugendbüro-Leiter Carsten Roeder im Jugend- und Sportausschuss. Also wird mit den vorhandenen Ressourcen jongliert.

Neue Mitarbeiter sind nicht dabei, vorhandene Stellen wurden aufgestockt. Ergebnis: An den drei Gemeinschaftsschulen ist jeweils ein Koordinator für die "Offene Ganztagsschule" mit einer halben Stelle beschäftigt, das konkrete Konzept wird im Team gerade erarbeitet. "Wir geben Ressourcen aus der Jugendarbeit in die Schulen", erläuterte Roeder. Denn das, was dort getan werde, sei Teil der Jugendarbeit. So ist jetzt Jugendtreff-Leiter Klaus Strüben auch in der Klosterhof-Schule aktiv, Ingrid Jera vom Jugendtreff in der Gemeinschaftsschule am Lehmwohld und Marion Sukowski von der Begegnungsstätte Wellenkamp an der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp. Dafür ist eine Mitarbeiterin aus der Klosterhof-Schule nun im Jugendtreff, laut Roeder sollen auch selbst ausgebildete junge Menschen dort eingesetzt werden. Fazit: "Das Haus der Jugend wird nicht eine einzige Stunde weniger haben."

Dennoch müsse der Prozess für die Zielvereinbarung starten, so Roeder. Denn die Entscheidung der Politik, was weg fallen solle, sei offen. Im Kinder- und Jugendbüro werde die Arbeit mit interner Umstrukturierung aufgefangen. Konsequenz: weniger Arbeit im Kindertagesstätten-Bereich. Hans Joachim Kruse, Leiter des Amtes für Bürgerdienste, empfahl ein Signal des Ausschusses: Zehn Stunden seien nicht erheblich, brächten aber für das Kinder- und Jugendbüro eine erhebliche Entlastung. Das sei eine Aufgabe für die Haushaltsberatungen, meinte Hans-Dieter Helms (SPD). Bei der Schul-Sozialarbeit stehe man ja erst am Anfang.

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