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Umlage: Städte und Gemeinden sollen mehr an den Kreis zahlen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Kreistag hat mit klarer Mehrheit beschlossen, ein förmliches Anhörungsverfahren zur Erhöhung der Kreisumlage einzuleiten. Mit den Städten und Gemeinden soll jetzt über eine Anhebung von 35 auf 37 Prozent gesprochen werden. Das würde zusätzliche gut zwei Millionen Euro in die Kreiskasse spülen. Laut Landrat Torsten Wendt wird das Geld auch dringend gebraucht. Seit 2011 ist ein Defizit von rund neun Millionen Euro aufgelaufen. Auch der Innenminister verlangt vom Kreis eine Anhebung. Tenor in einer kurzen Kreistagsdebatte: Schuld an der Misere haben Bund und Land, weil sie die kommunale Familie am finanziellen Gängelband halten. Finanzausschuss-Vorsitzender Peter Mohr drängte denn auch darauf, Einfluss auf die Steinburger Vertreter im Landtag auszuüben. Abgeordneter Sven Baumann (Bürgerliste) schlug vor, nicht die Zahl zwei Prozent schon jetzt festzuschreiben, sondern den Kommunen einen Verhandlungsspielraum von „bis zu zwei Prozent“ anzubieten. Hintergrund: Das gute Miteinander mit den Kommunen – so Baumann – werde nicht von allen Kreismitarbeitern wirklich gelebt. Auch SPD-Sprecher Rainer Naudiet hatte eine angespannte Lage zwischen dem Kreis auf der einen und den Städten und Gemeinden auf der anderen Seite ausgemacht.

Landrat Wendt versprach aber „das Bemühen um eine gute Gesprächskultur“. Und auch die zwei Prozent seien ja nur eine Verhandlungsbasis.

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erstellt am 02.Okt.2014 | 17:11 Uhr

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