Umgang mit Geld will gelernt sein

Schuldnerberaterin  Anouschka Haalck und Lehrer Martin Müller (hinten) erklären Marvin (16), Anna (15), Saskia (18), Maria (16) und Elea (16, v. l.), dass ein Gleichgewicht zwischen Konsum und Spaß wichtig ist.
Schuldnerberaterin Anouschka Haalck und Lehrer Martin Müller (hinten) erklären Marvin (16), Anna (15), Saskia (18), Maria (16) und Elea (16, v. l.), dass ein Gleichgewicht zwischen Konsum und Spaß wichtig ist.

Schuldnerberaterin im Unterricht am Brunsbütteler Gymnasium / Schüler entdecken spielerisch Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben

shz.de von
22. September 2015, 18:17 Uhr

„Der richtige Umgang mit Geld will gelernt sein“, sagt Anouschka Haalck. Zwei Tage lang war die Schuldner- und Insolvenzberaterin zu Gast am Brunsbütteler Gymnasium. Mit über 40 Schülern der elften Klassen veranstaltete die Präventionsbeauftragte der Schuldnerberatung „Lichtblick Dithmarschen“ ein Kompetenztraining, damit die Jugendlichen leichter den Überblick über die eigenen Finanzen behalten können. Ziel des praxisnahen Unterrichts war es, die Schüler mit Hilfe von Beispielen und themenbezogenen Spielen, für den Umgang mit Geld zu sensibilisieren und sie auf die Folgen hinzuweisen, die zahlreiche Verlockungen in Form von Null-Prozent-Finanzierungen, Ratenverträgen oder anderen Kauf- und Finanzierungsangeboten mit sich bringen können.

Eine der großen Schuldenfallen ist das Handy. Durch die Einführung der Flatrate-Tarife für Mobiltelefone hat sich dies jedoch spürbar geändert, meint die Schuldnerberaterin. Eine Vielzahl an Gefahren, die zur Überschuldung führen können, verbergen sich hingegen noch immer im Internet. Wie andernorts heißt es natürlich auch hier: Augen auf vor dem Kauf.

„Grundsätzlich sollte man sich jeden Kauf-Vertrag sorgsam durchlesen, bevor es zu einem Geschäftsabschluss kommt“, sagt Anouschka Haalck. So können bereits im Vorfeld unliebsame Überraschungen vermieden werden, die die Jugendlichen im Nachhinein teuer zu stehen kommen können. „Es ist uns wichtig, dass die Schüler im Laufe ihrer Schulzeit immer wieder mit einigen Grundbegriffen in Berührung kommen und früh lernen, was sich hinter einer Lastschrift, Bürgschaft oder einem Dispositionskredit verbirgt und welche Gefahren dort lauern“, sagt die Schuldnerberaterin. Dass dies passiert, dafür sorgt am Brunsbütteler Gymnasium unter anderem der Fachbereichsleiter für Wirtschaft und Politik, Martin Müller.

„Ich bin sehr glücklich, dass wir unter anderen mit Frau Haalck und Herrn Müller zwei Menschen an unserer Schule haben, die die Schüler entgegen aller geäußerten Kritik sehr wohl auf das Leben vorbereiten“, so Schulleiter Hans-Walter Thee.

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