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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 05:11 Uhr

Verhandlungen : Umbaupläne im Holstein-Center

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Größere Flächen statt vieler kleiner Läden im Itzehoer Einkaufszentrum: Architekten untersuchen die Machbarkeit. Verhandlungen mit Interessenten laufen.

von
erstellt am 11.Dez.2013 | 11:45 Uhr

Es gilt in der Fußgängerzone, und es gilt auch für die Läden im Holstein-Center: „Die hanseatische Kleinstruktur ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Centermanager Henner Schacht. Um geräumigere Flächen zu schaffen, gibt es deshalb „ernst zu nehmende Überlegungen“ für einen größeren Umbau. Spruchreif ist allerdings noch nichts.

Mehrere Filialisten stünden nach den Worten des Centermanagers für eine Ansiedlung im HC bereit. Aber: „Wir können nicht alle befriedigen, wie wir es wollen.“ Denn die Statik ist ein zentrales Thema. Der Stützenbau aus dem Jahr 1972 schränkt ein, vor allem in Kombination mit dem Hochhaus: „Wo 22 Etagen drauf stehen, wird sich nichts verändern.“ Das betrifft auf der Marktkauf-Ebene die rechte Seite, dort sehe er eher Dienstleister.

Gegenüber wollte NKD eigentlich gehen, nach der Übernahme durch einen Finanzinvestor werde nun aber jeder Standort geprüft, so Schacht. Bewusst stünden derzeit auf dieser Ebene diverse Läden leer – das sei nicht schön, doch es soll Möglichkeiten offen halten. Es werde untersucht, was baulich bis zu welcher Größenordnung machbar sei. Auch die Immobilienmesse ExpoReal in München habe wieder gezeigt: Wenn Unternehmen überhaupt Interesse hätten, dann wollten sie große Flächen.

Nachgedacht wird über die Herstellung von zwei großen Geschäften mit 1400 und 1600 Quadratmetern, eines auf der unteren Ebene, eines am Ausgang Brunnenstraße. Dafür müssten dann Läden innerhalb des Einkaufszentrums umziehen, schon deshalb werde kaum vor 2015 etwas passieren, sagt Schacht. Wenn überhaupt etwas passiert: Für beide Bereiche sei die Machbarkeitsstudie das A & O. Aber die britischen Eigentümer sähen das HC als Bestandsimmobilie und wollten es auf lange Sicht als Handelszentrum erhalten: „Wir würden kein Geld für Architekten und Ingenieure ausgeben, wenn es nicht zeitnah verwirklicht werden sollte.“

Wer könnte kommen? Für beide Flächen gibt es laut Schacht Verhandlungen. Ansonsten beschränkt er sich auf Schulterzucken und leichtes Lächeln: „Wir wissen, was wir wollen.“ Eines immerhin kann er ausschließen: einen Elektronikmarkt am Eingang Brunnenstraße. Solche Märkte wollten an der Rückseite eine Fernseher-Wand haben – aber der Durchgang dort werde gebraucht.

Denn die jüngste Zählung hat ergeben, dass dieser Zugang vor allem werktags eine große Bedeutung hat, schon wegen der Berufsschüler. Rund 12 000 Bewegungen insgesamt pro Tag seien minimal mehr als 2009, sagt der Centermanager. „Fast alle kommen oben im HC an.“ Er sei mit dieser Frequenz zufrieden, und von C & A als wichtigem Magneten kann er berichten, dass man dort sogar sehr zufrieden sei.

Sorgen machen ihm dagegen die Fußgängerzone und der Eindruck, den Itzehoe insgesamt auf ankommende Gäste macht: „Nichts ist schlimmer als eine Stadt, die überhaupt nicht einladend wirkt.“ Das gelte auch für das Holstein-Center: Die Punker am La-Couronne-Platz und die zweite Gruppe am Eingang Brunnenstraße seien ein „ganz schlechtes Aushängeschild“. Eine namhafte dänische Firma sei deshalb vor zwei Jahren kurz vor der Unterschrift abgesprungen. Und deswegen stünden, anders als geplant, auch keine Weihnachtshütten an der Brunnenstraße.

Für Schacht ist klar: Die Stadt müsse vorzeigbar sein und überregional für sich werben. Denn: „Wir brauchen neue Kaufkraft für Itzehoe.“

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