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MEHR PLATZ : Umbau: „Jetzt ist das SSG mal dran“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erste Pläne beim Kreis für Umgestaltung in den Bereichen für Lehrer und in der Verwaltung sowie weitere Toiletten am Sophie-Scholl-Gymnasium.

von
erstellt am 31.Mai.2014 | 08:00 Uhr

62 Plätze hat das Lehrerzimmer am Sophie-Scholl-Gymnasium. Aber: Derzeit arbeiten in der Schule 85 Lehrkräfte. Und das ist nur eines der Probleme in den Funktionsbereichen. Jetzt gibt es beim Kreis erste Pläne für eine deutliche Verbesserung.

SSG-Leiterin Angelika Hartmann fasst die Situation im Lehrerzimmer in wenige Worte: viel zu eng, keine Ablageflächen und Arbeitsplätze. „Ganz dringend“ müsse sich etwas ändern, „da die Lehrkräfte von heute nicht mehr mit den Lehrkräften aus der Bauzeit zu vergleichen sind“. Sie seien viel länger in der Schule, daher müssten sie dort arbeiten können. Für den differenzierenden Unterricht seien auch viel mehr Materialien nötig. Bei einem Rundgang mit dem Kreis-Bauausschuss machte Angelika Hartmann deutlich: Die Bedingungen seien für das Kollegium „unheimlich belastend“.

Architekt Klaus Kunert brachte Lösungsvorschläge mit. Handlungsbedarf sah er nicht nur beim Lehrerzimmer, sondern auch im Verwaltungsbereich, in der Hausmeister-Werkstatt, den technischen Räumen und den Toiletten. Sein Urteil: „Alles verwoben und relativ stark überfrachtet.“ Auch die Vermischung von Lehrer- und Schülerbereichen will er aufheben. Nach Kunerts Plänen werden diverse Funktionen verlegt und „zusammengeballt“: Lehrerzimmer und -Arbeitsplätze mit eigenen WCs, Garderobe und Schließfächern, Verwaltung mit sanierten Toiletten, ein umorganisierter Hausmeisterbereich, die Lernmittelbücherei für Schüler direkt am Pädagogischen Zentrum.

Die Lehrerbücherei soll in das jetzige Lehrerzimmer ziehen, so entsteht Platz für den Computerraum. Neben ihm sind Elternsprechzimmer und Erste-Hilfe-Raum geplant, in direkter Nähe zur Verwaltung. Der Computerraum verlässt damit den „Bunker“ im ersten Stock. Dieser wird das, was er nach Kunerts Meinung angesichts der Fenster immer sein sollte: eine WC-Anlage. Auch das begrüßt die Schulleiterin sehr: „Es hat mich immer erstaunt, dass es nur Toiletten im Erdgeschoss gibt.“

Bis zur Umsetzung wird es noch dauern, denn der Architekt plant sie im Zusammenhang mit der Fassadensanierung, bei der ungefähr Halbzeit sei und die in diesem Teil ab 2016 laufe. Und die Kosten? Kunert geht von knapp einer Million Euro aus. Die Politik sendete schon einmal positive Signale: In den vergangenen Jahren sei bei Investitionen in andere Richtungen geschaut worden, sagte Volker Susemihl (SPD). „Jetzt ist das SSG mal dran.“ Ähnlich äußerte sich Werner Schultze (CDU), es sei allerdings noch ein frühes Stadium. Ausschussvorsitzende Ilona Adamski (Piraten) benutzte dieselbe Formulierung wie Susemihl und ergänzte: „Wir wollen ja eine optimale Schule haben als Kreis. Die Eltern legen sehr viel Wert auf solche Sachen.“

Angelika Hartmann dankte und zeigte sich auch gegenüber unserer Zeitung angetan: „Es ist gut und toll, dass der Schulträger bereit ist, diese Gelder in Zeiten knapper werdender Mittel zu investieren.“ Das zeige die hohe Wertschätzung für das SSG – „sehr schön und beruhigend“.

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