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Volkshochschule : Üppiges Bildungspaket geschnürt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Volkshochschule in Brunsbüttel startet ins Wintersemester. Erneut sind die Meisterkurse ein wichtiges Standbein. Unverändert bleibt die Raumnot ein Problem.

Sie liegt nach Kursstunden auf Augenhöhe mit der Heider Volkshochschule, verzeichnet jährlich rund 3500 Teilnehmer in ihren knapp 200 Angeboten und rangiert sogar auf Landesebene im Bereich der Top Ten unter den Volkshochschulen. Mit einem üppig geschnürten Bildungspaket geht die VHS Brunsbüttel ins Wintersemester. Die Programmhefte sind gerade in einer Auflage von 15 500 Exemplaren zwischen Friedrichskoog und Brokdorf an die Haushalte verteilt worden, im September beginnen die ersten Seminare.

Wirtschaftlich ist das Wintersemester eine Herausforderung, denn es ist kürzer als das Frühjahrssemester, das höhere Einnahme nach sich zieht. Aber VHS-Leiterin Dr. Elke Schmidt-Wessel hat derzeit keinen Grund, besorgt in die Zukunft zu blicken. Zwei Drittel der laufenden Kosten müssen die Kurse einspielen, ein Drittel sind Zuschüsse von Stadt, Kreis und Land – und wie jetzt beim Talentekompass – sogar vom Bund. Das Einzugsgebiet reicht deutlich über die Grenzen Brunsbüttels hinaus. „Wir profitieren eindeutig davon, dass wir der größte Industriestandort im Land sind“, sagt die VHS-Chefin.

Die Bedeutung der Industrie spiegelt sich auch in den laufenden Meisterkursen – die nächste Ausbildung zu Industriemeistern startet im Oktober – wider. Selbst aus Kiel seien schon Teilnehmer gekommen, so der stellvertretende Leiter Werner Claussen. Berufliche Fortbildung ist ein Schwerpunkt der VHS-Arbeit, die Meisterausbildung sogar ein unverzichtbares Standbein im Wirtschaftsplan der Volkshochschule.

Ein Dauerbrenner sind die Gesundheitskurse. Manche, sagt Elke Schmidt-Wessel, sind schon vor Erscheinen des Programmhefts belegt. Dieser Bildungsbereich zwischen Gedächtnistraining, Yoga und Aquafitness könnte sogar ausgeweitet werden. Wenn die VHS denn über genügend Räume verfügte. Seit Jahren ein Dauerproblem.

Klassiker in jedem Volkshochschulprogramm sind Sprachkurse. Wobei die Brunsbütteler VHS im neuen Semester kräftig auftrumpft: So geht es in Englisch über vier Semester zum anerkannten Cambridge-Zertifikat, ist Französisch mal wieder im Angebot und gibt es brandneu „Spanisch für Schüler“. Norwegisch, Schwedisch, Russisch werden ebenfalls unterrichtet. Ebenso gibt es „Englisch für Legastheniker“ – was Elke Schmidt-Wessel allen Eltern von Legasthenikern ans Herz legt. Angeboten wird auch ein Alphabetisierungskursus.

Im Bereich „junge VHS“ gibt es Kurse von „Fitness für Kids“ bis zur Reihe „Natur verstehen“. Bei der Lese- und Rechtschreibförderung finden Kurse in Schulen zwischen Brokdorf und Kronprinzenkoog statt. Zur jungen VHS gehört auch der Talentekompass. Zum Bedauern von Schmidt-Wessel läuft die Bundesförderung aus. Ein Zuschussantrag an die Stadt sei aber schon gestellt, in der Hoffnung Sabrina Nothelfer wenigstens mit einer halben Stelle weiter im Talentebüro halten zu können: „Gute Leute lässt man ungern gehen.“

Mit Neuerungen wartet auch der EDV-Sektor auf. Der Umgang mit eigenem iPad oder Smartphone etwa gehört dazu. Lange Zeit habe der Computer-Bereich so wenig Zuspruch erfahren, dass sogar über ein Aus nachgedacht wurde, sagt der dafür zuständige Frank Wessel. Inzwischen ziehe die Nachfrage aber wieder an.

Das dicke Programm listet übrigens auch die Angebote von Elbeforum, Stadtgalerie und Heimatmuseum auf. Dadurch, hofft Frank Wessel, werde das 152 Seiten dicke Heft auch nicht so schnell weggeworfen, sondern häufiger zur Hand genommen. Trotz hoher Druckkosten will die VHS vorerst aber noch nicht auf das Programm in als Papierausgabe verzichten, sagt Elke Schmidt-Wessel: „Da könnten wir gut sparen, aber diesen Schritt trauen wir uns noch nicht.“

>Infos: www.vhs-brunsbuettel.de

 

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erstellt am 23.Aug.2014 | 16:00 Uhr

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