zur Navigation springen

Brandschutz : Übung deckt Personalengpässe auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lichterloh brennende Scheune: Beidenflether Helfer mussten für Rettung von Menschen auf Unterstützung aus Wewelsfleth warten.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2015 | 12:40 Uhr

Eines hat eine Feuerwehr-Einsatzübung auf dem Bauernhof von Christian Krey in Beidenfleth-Dodenkop am Montagabend erschreckend aufgedeckt: Ohne die Unterstützung durch die Nachbarwehr aus Wewelsfleth hätte das angenommene Übungsszenario im Ernstfall in einer Katastrophe geendet.

Die nur mit neun Aktiven angerückte Ortswehr konnte nur einen Atemschutzgeräteträger aufbieten, der allein – so die Ausgangslage – nicht in eine brennende Scheune vordringen durfte. Hier war ein Mensch vom Feuer eingeschlossen. Dazu hatte sich der 13 Jahre alte Jugendfeuerwehrmann Malte Biedermann in der von einer Nebelmaschine verqualmten Scheune versteckt und musste von den Feuerwehrleuten gerettet werden.

Der Einsatz konnte erst anlaufen, als auch die zur Verstärkung angeforderte Freiwillige Feuerwehr Wewelsfleth mit ihrer Wehrführung Jürgen Schröder und Jens Brackert angerückt war. Unter ihren 35 Aktiven, die an der Übung teilnahmen, waren ausreichend Atemschutzträger verfügbar, so dass sich ein Zweiertrupp den Weg zu dem Vermissten bahnen konnte und ein zweiter Zweiertrupp für den Notfall einsatzbereit war. Ihnen gelang es, den 13-Jährigen in kurzer Zeit in der verqualmten Scheune ausfindig zu machen und zu bergen.

Löschwasser stand reichlich zur Verfügung. Die Beidenflether Wehr hatte unter der Einsatzleitung des Gruppenführers Harro Möller eine knapp 200 Meter lange Schlauchleitung von einem Tiefbrunnen und einem Hydranten an der Einmündung Neumühlen bis zum Brandobjekt verlegt, so dass schon innerhalb weniger Minuten das erste Löschwasser aus den Strahlrohren in das „Flammenmeer“ schoss.

Gleich fünf Löschfahrzeuge waren in Dodenkop im Einsatz: ein Mehrzweckfahrzeug, ein LF 8/6 der Beidenflether sowie ein LF 10, ein Tanklöschfahrzeug TLF 8 und ein Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W der Wewelsflether Wehr. Der 41-jährige Hofbesitzer Christian Krey und Beidenfleths stellvertretender Bürgermeister Friedhelm Peetz waren kritische Beobachter des Einsatzes.

Beide Feuerwehren hatten am Montag ihre regulären Dienstabende. So brauchte kein großer Alarm ausgelöst werden und auch die Einsatzfahrten zum Übungsobjekt wurden ohne Blaulicht und Martinshorn gefahren. Im Anschluss an die Übung wurde im Beidenflether Feuerwehrhaus bei Grillwurst und Umtrunk eine Manöverkritik gehalten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen