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Große Resonanz auf alle Veranstaltungen : Überwältigende 475-Jahr-Feier

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brokstedt feierte drei Tage lang das Dorfjubiläum. „Wir haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir ein lebendiges Dorf sind“, stellte Bürgermeister Clemens Preine nach Kommers, Festumzug und Gottesdienst fest.

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erstellt am 25.Aug.2013 | 18:47 Uhr

475 Jahre Brokstedt im Zeitraffer– drei Tage lang wurde kräftig gefeiert. „Grenzenlos glücklich“ hatten die Pfadfinder aus Brokstedt für den großen Festumzug auf ihrem großen Aufsteller stehen und das konnte auch gleich als Motto für die gesamte 475-Jahr-Feier der Gemeinde genommen werden, die bei der Bevölkerung auf überwältigende Resonanz stieß. „Der Festausschuss ist überglücklich und bedankt sich bei allen Brokstedtern, dass so viel schöne Gemeinschaft gelebt wurde“, betonte die Festausschuss-Vorsitzende Diane Danielsen auch im Namen ihres Teams mit Sina Wegener, Monika Schwannecke, Ilka Janssen, Sabine Koppo-Maaß, Frauke Reuter, Ingrid Träger, Gerd Brandt, Ralf Clausen und Axel Haake.

Bereits während des Kommersabends am Freitag zeigte sich, dass sich jeder der Redner aus Politik und Öffentlichkeit ganz besonders auf dieses Jubiläum vorbereitet hatte. So erzählte Altbürgermeister Herman Benthin (87) aus seinen Erinnerungen als Gemeindevertreter und lobte Kreispräsident Peter Labendowicz die Vereine und Organisationen aus Brokstedt, die den Namen der Gemeinde „positiv in die Welt tragen“. Der frühere Tierarzt Dr. Friedrich Stampa berichtete über seinen Unterricht in der 1. Klasse mit 78 Kindern – nicht jeder hatte einen Sitzplatz. Er überreichte Clemens Preine einen Bronzetopf, der nach dem Krieg von Heinrich Maus in der Gemarkung gefunden worden war und „schon wesentlich älter sein könnte als 475 Jahre“. Archivar Klaus-Dieter Westphal hatte noch eine Überraschung parat: Ihm war nur einige Tage vor dem Kommersabend eine Militärfahne von 1901 von Carmen de Abeituar in die Hand gegeben worden, die er sogleich präsentierte. 1897 wurde der Militärverein Brokstedt und Umgebung gegründet. Außerdem überreichte er an Preine ein gebundenes Buch, in dem er alle Gemeindeprotokolle von 1918 bis 1934 aus der deutschen Schreibschrift „ins Verständliche“ übersetzt aufgeschrieben hatte. Aufgelockert wurde das Programm durch sorgsam ausgesuchte und teils humorige Zeitreisen durch die Geschichte von Monika Schwannecke sowie von einem mitreißenden, die Lachmuskeln strapazierenden Sketch des Landfrauenvereins Sarlhusen und der emotionalen und professionellen Aufführung des Stückes „Das Dorffest“ mit dem Theaterensemble Brokstedt.

In Scharen folgten die Einwohner dann am Sonnabend dem Aufruf zu Kaffee, Kuchen, Eis und dem anschließendem Festumzug. Fast ganz Brokstedt war auf den Beinen und auf dem Speedwayplatz, weil dort der MSC seine 30-Jahr-Feier veranstaltete. Diane Danielsen war nicht nur Kapitän des Festausschusses, sondern auch auf dem großen firmeneigenen Laster, der mit vielen gut gelaunten „Wasserratten“ beladen und dem Thema entsprechend geschmückt war. Ganz im Sinne der Chronik präsentierte sich ein Umzugswagen unter dem Namen Cornehlsen mit Sahne, Butter, Milch und einer großen Kuhattrappe. Schön auch die Handarbeitsrunde, die einen Bollerwagen nebst großem Teddy mit ihren schönen Werken ausgestattet hatten. Der TSV zeigte seine Größe mit allen Sparten, bot eine flotte Tanzaufführung vor dem Bürgerhaus und machte mit Pyrotechnik auf der Speedwaybahn in besonderer Weise auf den seit 87 Jahren bestehenden Sportverein aufmerksam. Eine besondere Idee hatte auch der Sportangelverein, der gleich ein ganzes Boot mit Angelutensilien im Schlepptau hatte und die AFW, die mit mehreren geschmückten Bollerwagen und einheitlichen T-Shirts aufmarschierten. Die Mitglieder im Seniorenrat zogen nicht nur einen festlich geschmückten Bollerwagen mit sich, sondern ließen sich auch im Oldtimer-Auto oder Motorrad mit Beiwagen fahren. Dass in der Straße An der Au wohl kaum noch jemand zu Hause war, konnten die zahlreichen Zaungäste an den mit der Hausnummer bedruckten T-Shirts der Festumzugsgruppe erkennen, und die Liedertafel wies mit gelben Schildern direkt noch mal auf das Herbstkonzert hin. Sie alle zogen nicht nur durch die Straßen Brokstedts, ließen sich von zahlreichen Zaungästen feiern und verteilten „Kamelle“, sondern durften auch in das Speedwaystadion einmarschieren. Sprecher York Lange von RSH musste sich in den Autostau hinter dem Festumzug einreihen und schaffte es so kaum rechtzeitig ins Sprecherhaus. Dennoch war auch er des Lobes voll für den Speedwayverein und den Festumzug der Gemeinde.

Natürlich füllten sich gestern zum Lobpreisgottesdienst und anschließenden Imbiss vor der Kirche unter Begleitung des Posaunenchors sowie zum Herbstkonzert der Liedertafel im Bürgerhaus gleich wieder die Plätze. „Wir haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir ein lebendiges Dorf sind“, freute sich bei Kaiserwetter auch Bürgermeister Clemens Preine über eine „wirklich würdige Feier“ für alle Generationen.

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