Aebtissinwisch : Überraschungs-Container für die Dorfjugend

Ein Container steht. Den Blick aus dem Fenster genießen (v. l.) Bürgermeisterin Regina Kraft, Andreas Kraft, Egon Laackmann, Walter Holm und Michael Kock mit Bettina Kock, davor die beiden Maler Tjorge Kock und Max Kraft.
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Ein Container steht. Den Blick aus dem Fenster genießen (v. l.) Bürgermeisterin Regina Kraft, Andreas Kraft, Egon Laackmann, Walter Holm und Michael Kock mit Bettina Kock, davor die beiden Maler Tjorge Kock und Max Kraft.

Aebtissinwisch bekommt mobile Behausungen geschenkt – an einem fehlen allerdings drei Seitenteile

shz.de von
24. Juli 2017, 05:00 Uhr

„Einem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul.“ Kleine Negativpunkte muss man nach diesem altbekannten Spruch wohl oder übel hinnehmen. So nun auch die Gemeinde Aebtissinwisch, der aus einem Kontingent des Landes angeblich zwei nagelneue Wohncontainer geschenkt wurden. Die Gemeinde muss lediglich die Kosten von etwa 170 Euro für den Transport der beiden ursprünglich als Flüchtlingsunterkünfte vom Land angeschafften Container aus der Bundeswehrkaserne Boostedt nach Aebtissinwisch tragen.

Am Sonnabend gab es einen geballten Einsatz von über 20 Einwohnern, um die Container auf dem Gemeindeplatz in Eigenleistung aufzustellen. Die freiwilligen Helfer kamen nicht nur aus Aebtissinwisch, sondern auch aus dem benachbarten Vaalerfeld und aus Oberstenwehr, einem Ortsteil der Gemeinde Bokhorst. Sie erlebten dann allerdings eine unliebsame Überraschung: Komplett war nur ein Container, beim zweiten gab es nur das Fundament und Dach sowie ein Seitenteil, drei fehlten. „Damit müssen wir nun wohl leben“, machte sich Bürgermeisterin Regina Kraft keine Sorgen. Vielleicht bringt das Verschrotten ja auch noch etwas Geld.

Für den neuen Container, der mit Stromanschluss und Beleuchtung ausgestattet ist, hat die Dorfjugend schon einen Nutzungsvorschlag angemeldet. „Sie möchte hier einen Jugendraum mit Kickerspiel sowie mit einer Tischtennisplatte im Außenbereich einrichten“, teilte Regina Kraft mit. Darüber muss die Gemeindeversammlung entscheiden. Den Arbeitseinsatz nutzten die Helferinnen und Helfer auch dazu, zu Pinsel und Farbe zu greifen. „Wir haben unserem Unterstand und dem Rastplatz einen neuen Anstrich verpasst“, sagte die Bürgermeisterin. Das Malen war besonders für die Kinder Tjorge Kock und Max Kraft eine willkommene Abwechslung. Und für eine Stärkung wurde für alle noch ein Mittagessen aufgetischt.

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