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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 20:27 Uhr

Überall wird Erntedank gefeiert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2014 | 10:56 Uhr

Erntedank zählt immer noch zu den großen Festen im Jahreslauf. Mehr Menschen als sonst besuchen die Gottesdienste am ersten Sonntag im Oktober – nicht wenige vielleicht nur an diesem Tag und zu Heiligabend. Das ist eine lange und gute Tradition. Darüber hinaus ist es Ausdruck zumindest einer Ahnung davon, dass wir das Leben im Letzten nicht in der Hand haben.

Wir Menschen haben unendlich viel gelernt. Wir beherrschen die Natur fast nach Belieben. Wir nutzen die Technik, um die Arbeit leichter zu machen und den Hunger zu besiegen. Aber dennoch bleiben wir angewiesen auf das richtige Wetter, hoffen darauf, dass wir von Naturkatastrophen und Kriegen verschont werden. Dies kann man mit Naturgesetzen, dem Zufall oder guter beziehungsweise schlechter Politik zu erklären versuchen. Gläubige Menschen aber vertrauen darauf, dass es im Letzten Gott ist, der für uns sorgt, dem unser Ergehen nicht gleichgültig ist. Eine solche Überzeugung verbindet alle großen Religionen dieser Welt, die auf je eigene Weise „Erntedank“ feiern.

Daher ist für mich gerade dieser Tag ein ermutigender Blick auf das Verbindende zwischen den Religionen.

Das ist so wichtig in einer Zeit, in der die Unterschiede allzu oft im Vordergrund stehen. Wir werden morgen in Glückstadt das Landeserntedankfest feiern. In einem ökumenischen Gottesdienst mit evangelischen und katholischen Christen. Zumindest in Gedanken werden auch jüdische und muslimische Mitbürger bei uns sein. Ich will die Hoffnung nicht aufgeben, dass ich den Tag noch erlebe, an dem sie mit uns und wir mit ihnen dieses Fest gemeinsam feiern.

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