Tura Meldorf feiert Aufstieg in SH-Liga

Meldorfer Jubel nach dem Sieg über den PSV Neumünster in Schenefeld: Der Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga ist perfekt. Foto: gs
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Meldorfer Jubel nach dem Sieg über den PSV Neumünster in Schenefeld: Der Aufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga ist perfekt. Foto: gs

Backenhaus-Team schließt auf neutralem Platz in Schenefeld makellose Aufstiegsrunde mit einem 3:0-Erfolg gegen den PSV Neumünster ab

shz.de von
11. Juni 2012, 03:59 Uhr

schenefeld/meldorf | Schlachtgesänge ohne Ende, Bier und Sekt in Strömen, eine perfekt ausgeführte Humba und am Ende der Dank an die zahlreich mitgereisten Fans unter den 350 Zuschauern - TuRa Meldorf hat es geschafft. Der Verbandsliga-Vizemeister lieferte mit dem 3:0 (2:0) über PSV Union Neumünster sein Aufstiegsrunden-Meisterstück ab und zieht ungeschlagen in die Schleswig-Holstein-Liga. Dort hat der Heider SV nun eine spielstarke Konkurrenz erhalten. Seit vergangenen Sonnabend ist Fußball-Dithmarschen in der fünften Liga doppelt vertreten.

Es sollte der letzte Sieg werden, den Turn- und Rasensport in dieser Saison zu seinem sportlichen Glück benötigte. "Die Elf wollte es sich nicht mehr nehmen lassen. Man merkte es bereits im Training, dass die Jungs total heiß waren. Uns war es völlig egal, was in Weiche und Schackendorf passierte. Wir wollten unser Ding durchziehen", beschrieb Trainer Daniel Backenhaus die Motivationslage.

Meldorfs nach den Auftaktsiegen über Hagen Ahrensburg (4:2) und Schilksee (1:0) ohnehin schon hervorragende Ausgangslage verbesserte sich nach Weiches 3:1-Erfolg im ersten Regionalliga-Relegationsspiel bei SV Holthausen/Biene noch weiter. Unterm Strich hätte den Domstädtern auf neutraler Anlage in Schenefeld bereits ein Unentschieden zum Aufstieg genügt. Doch bereits in der Halbzeit bedurfte es keiner Rechenspiele mehr. In Flensburg ertönte gerade der Schlusspfiff. Als die Kunde vom 3:0 der Fördestädter über das niedersächsische Team durchdrang, kannte der Jubel unter den zu diesem Zeitpunkt mit 2:0 vorne liegenden Dithmarschern keine Grenzen mehr.

In der ersten Dreiviertelstunde sorgte einmal mehr Rouven Drzimkowski für geordnete Verhältnisse. Meldorfs Mittelstürmer, der zuvor bereits die entscheidenen Treffer beim TSV Schilksee und gegen Ahrensburg erzwang, reagierte erneut im Stile eines Torjägers. In der 14. Minute schloss er im Fünfmeterraum auf Vorarbeit von Thilo Brors konsequent zur Führung ab. Sekunden vor dem Pausenpfiff dann ein weiterer Aussetzer der Neumünsteraner Defensive. Dieses Mal behauptete sich Drzimkowski gegen Marcel Pinkert, Yahya Sucu sowie dem unsicheren Schlussmann Dennis Spantig, um formvollendet auf 2:0 zu erhöhen. Endgültig war die Messe in der 69. Minute gelesen, als Mannschaftsführer Leif Hahn aus gut 35 Metern Entfernung traf. Der zu weit vor seinem Kasten stehende Spantig verharrte in diesem Moment wie angewurzelt.

PSV Union Neumünster, Vizemeister der Verbandsliga Süd/West, trieb über 90 Minuten einen hohen Aufwand, drang mit seiner offensiv ausgerichteten Spielweise aber nicht durch. Die Truppe von Trainer Patrick Nöhren machte zwar vom Anpfiff Druck, besaß durch Bastian Hasler (2.) auch die erste Möglichkeit, prallte aber in der Folge immer wieder an Meldorfs gut gestaffelter Viererkette ab. Einer Viererkette, die nach den Ausfällen von Stammtorhüter Markus Pycha (Leistenzerrung), Iljuscha Byndiou (Achillessehnenriss in Schilksee) und Fynn Egloff (angeschlagen) komplett umgestellt werden musste.

Sämtliche Vertreter erledigten ihren Job perfekt. Eine starke Partie lieferte Pycha-Ersatz Nico Wolf, der Neumünster mit zahlreichen Paraden entnervte. Ebenfalls ohne Fehl und Tadel agierten die talentierten A-Junioren Fynn Buggenthien, dessen Sperre nach der Roten Karte im Pokalfinale gegen Brunsbüttel abgelaufen war, Marius Willmann und Jascha Barthels. Und auch in der Offensive wies TuRa deutliche Vorteile auf. Tausendsassa Thilo Brors (verändert sich beruflich nach Berlin) sorgte in seinem letzten Einsatz erneut für zahlreiche Geistesblitze. Im Angriff blieb Drzimkowski bis zum Abpfiff ein ständiger Unruheherd. TuRa Meldorf: Wolf - Willmann, Buggenthien, Witt (55. Jungbloot), Falk, Ohland (67. Mittelbach), Hahn, Brors, Barthels, Drzimkowski, Stoebel (59. Bielenberg).

PSV Union Neumünster: Spantig - Sucu, Pinkert, Hasler, Scheinpflug, Herre (60. Rantzsch), Pfützenreuter, Tinney, Rastetter, Bredahl, Khemiri (46. Eggers).

SR: Bollmann (Schinkel).

Zuschauer: 350.

Tore: 1:0 Drzimkowski (14.), 2:0 Drzimkowski (45.), 3:0 Hahn (69.).

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