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Verkehrssicherheit : TÜV: Jedes zweite Auto mit Mängeln

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jahresbilanz der Prüfstellen in Itzehoe, Marne und Heide: Fahrzeuge werden zunehmend sicherer, aber es gibt noch Verbesserungsbedarf.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Kreis Steinburg | Erfreuliche Zahlen von den TÜV-Stationen in Steinburg und Dithmarschen: Insgesamt 50,3 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr beim TÜV in Itzehoe geprüft wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Bei den Prüfungsstellen in Heide und Marne waren dies sogar 54,9 Prozent.

Doch es gibt auch die andere Seite der Plakette: In Itzehoe wurden bei immerhin 38,8 Prozent der Fahrzeuge erhebliche Mängel festgestellt, in Heide und Marne waren es 34,7 Prozent. Die Autos mussten umgehend repariert werden, damit sie nicht zu einem Risiko im Straßenverkehr werden konnten. Schließlich wurden in Itzehoe 10,9 Prozent geringe Mängel festgestellt, die ebenfalls schleunigst behoben werden mussten. In Dithmarschen waren dies 13,4 Prozent.

Als völlig verkehrsunsicher wurden in Itzehoe nur 0,03 Prozent aller Autos eingestuft, in Dithmarschen gab es kein einziges Fahrzeug.

Zwei weitere Zahlen aus der TÜV-Statistik in Itzehoe: Der durchschnittliche Pkw, der geprüft wurde, war 10,4 Jahre alt und hatte mehr als 125 000 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho. In Dithmarschen waren die Autos im Durchschnitt 9,6 Jahre alt und hatten mehr als 124 000 Kilometer zurückgelegt.

Im gesamten Gebiet von TÜV Nord ging die Zahl der Autos mit erheblichen Mängeln erstmals zurück, die der ohne Mängel steigt wie schon in den Jahren zuvor.

Jens Scheunemann, Leiter beim TÜV in Itzehoe: „Die Hersteller bauen eigentlich gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch gänzlich ohne Mängel auf unseren Straßen unterwegs sein können. Wenn sich die Autofahrer ein wenig mehr um Wartung und Pflege des Fahrzeugs kümmern und fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahrnehmen, ist das positiv für die Sicherheit auf unseren Straßen.“ Auch der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt sollte laut Scheunemann zur Regel werden. Dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Oftmals werden bei der Hauptuntersuchung sogar mehrere Beleuchtungsmängel an einem Fahrzeug entdeckt. Aber: Die Mängelquote in diesem Bereich ist auch in diesem Jahr weiter zurückgegangen. Von 30,7 auf 29,9 Mängel pro 100 geprüfter Fahrzeuge. Insgesamt ergibt sich in der Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Bremsen“, „Umweltbelastung“ und „Achsen, Räder, Reifen“.

Übrigens: Wer noch mit einer blauen TÜV-Plakette unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der fälligen Plaketten auf Gelb und es ist schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach spätesten zwei Monaten ein Bußgeld fällig und später kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

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