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Wasserversorgung : Trübe Brühe nervt Schenefelder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zu viel Druck auf der Wasserleitung sorgt immer wieder für verschmutztes Trinkwasser in Schenefelder Haushalten. Wasserwerk nimmt jetzt Extraspülungen vor.

Eine erfrischende Dusche am Morgen, gut schmeckender Kaffee zum Frühstück und sauber gewaschene Wäsche aus der Waschmaschine, für die Schenefelder Einwohner eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Leider nicht so in den Wohnungen der Familien Albien, Holm und Fischer in der Holstenstraße und im Hinterhaus der Volksbank. ,,Schon seit dem Jahr 2009 kommt es gelegentlich zu Verunreinigungen des vom Schenefelder Wasserwerk gelieferten Trinkwassers“, sagte Dörte Holm (Mode & Co.), die während der jüngsten Gemeindevertretersitzung die Einwohnerfragestunde nutzte, um auch in der Öffentlichkeit auf dieses, nun schon so lange bestehende Problem aufmerksam zu machen. Immer wieder von ihr gestellte diesbezüglich Anfragen bei den unterschiedlichsten Stellen hätten keine endgültige Aufklärung gebracht. ,,Mir wurde häufig gesagt, dass nur Wasser-Entnahmen mit starkem Druck aus einem Hydranten zu solch gravierenden Verschmutzungen führen könnten.“

Günter Otho, Vorstandsvorsitzender des Wasserwerkes und ebenfalls als Zuhörer bei der Sitzung zugegen, versprach so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen. Gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Maas, der Geschäftsführerin Kirsten Maas sowie den Vorstandsmitgliedern Manfred Meyn, Bernd Struve und Klaus Glombek wurde beschlossen, das Problem noch intensiver anzugehen, um eine endgültige Lösung zu erreichen.

Dazu teilen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Wasserwerkes mit, dass das von ihnen gelieferte Trinkwasser aus drei Brunnen in einer Tiefe bis zu gut 90 Metern gewonnen wird. ,,Danach“, so Günter Otho, ,,wird das so genannte Rohwasser in unserem Werk aufbereitet und unter anderem intensiv gefiltert.“ Alle gültigen Vorschriften zur Wasserqualität würden eingehalten, die meisten Messparameter würden sogar um ein Vielfaches unterschritten. ,,Unser Trinkwasser wird von einem unabhängigen Institut vier bis fünf Mal im Jahr nach den gesetzlichen Vorschriften untersucht. Die Ergebnisse werden auch vom Gesundheitsamt kontrolliert und sind jeweils einwandfrei.“

Es sei aber technisch nicht möglich, alle Bestandteile und Schwebstoffe zu entfernen. Diese im Normalbetrieb nicht sichtbaren Stoffe lagerten sich im weitverzweigten, etwa 23 Kilometer langen Ortsnetz ab. ,,Sie werden dann aber bei starken Strömungsgeschwindigkeiten, verursacht insbesondere durch die extreme Öffnung der im Ortsnetz installierten Hydranten, zirka 120 an der Zahl, aufgewirbelt und landen leider auch gelegentlich hier in Schenefeld in einigen Hausleitungen.“ Otho betont, dass dieses Problem nicht nur im Schenefelder Wassernetz besteht, sondern in allen Wasserwerken Realität ist.

Man werde, so versprechen es die Schenefelder Wasserwerkbetreiber, jetzt intensiv nach den Ursachen suchen, warum die Wasserverschmutzungen ganz speziell in der der Mitte der Holstenstraße auftreten, um so weit wie möglich Abhilfe zu schaffen. Als erste Maßnahme möchte man den Hausanaschluss der Familie Albien mit einem Filter versehen, um zu prüfen, ob damit das Problem gelöst werden kann. Außerdem wurde vorgeschlagen, Wasserproben zur Untersuchung aus den Hausanschlüssen der betroffenen Familien zu entnehmen.

Alle diese Maßnahmen sind auch dringend notwendig, das zeigte sich gleich zwei Tage nach der Gemeindevertretersitzung, als aus dem Hausanschluss der Familie Albien wieder total verschmutztes Wasser abgepumpt werden musste. Vom 3. Bis zum 5. Juni wird deshalb auch eine vorgezogene Spülung des gesamten Schenefelder Wasserrohrnetzes vorgenommen. ,,Hoffentlich dann auch für uns mit einem guten Ergebnis“, wünschen sich Dörte Holm und Thomas Albien. Da Dörte Holm zwischenzeitlich von ähnlichen Problemen einiger Bewohner aus der Ringstraße, der Feldscheide, dem Birkengrund und der Kastanienallee unterrichtet wurde, wünscht sie sich schnellstmöglich ein gemeinsames Gespräch mit den Betreibern des Schenefelder Wasserwerkes.

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