Event : Trucks und Western-Flair für die ganze Familie

Große und kleine Trucks: Auch die Miniatur-Varianten der ausgestellten Straßenriesen waren bei der Wolfsmeile unterwegs.
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Große und kleine Trucks: Auch die Miniatur-Varianten der ausgestellten Straßenriesen waren bei der Wolfsmeile unterwegs.

Wolfsmeile lockte am Wochenende wieder tausende von Besuchern auf den Hungrigen Wolf in Hohenlockstedt. Auch Regengüsse konnten gute Stimmung kaum trüben.

shz.de von
30. Juni 2014, 16:53 Uhr

Turbulente Ereignistage auf dem Flugplatz: Am Wochenende lockte das Trucker-, Flug- und Country-Festival „Wolfsmeile“ mit seinem ausgefallenen Programm wieder Tausende Besucher an – und die bekamen an zwei Tagen einiges zu sehen. Trotz einiger Regenschauer.

Um alle Programmpunkte zusammen zu bringen, hatten die Organisatoren das Geschehen stärker konzentriert und zusammen gezogen. Über 450 Trucks sowie zahlreiche Lkw-Oldtimer und Flugzeuge waren wieder eindrucksvoll aufgestellt. Da machte selbst ein etwas stärkerer Platzregen am ersten Nachmittag nichts aus. Tausende von Besuchern erlebten ein Programm für die ganze Familie.

Im Westernlager und Indianer-Dorf von 1860 mit Bürgermeister Günther Faust sagte Mike Lochner aus Neumünster, stilecht mit Hut und Cowboystiefeln gekleidet: „Ich bin Cowboy aus Überzeugung, seit über 35 Jahren.“ Und da sei die Wolfsmeile genau das Richtige: „Die Leute sind hier und zeigen sich. Es ist nur etwas unglücklich, dass das Indianer-Dorf so dicht an den LKW steht“, fand er.

Die Mitglieder der Holstein Cowboys (HC), eine Country-, Western- und Trucker-Gemeinschaft, aus ganz Schleswig-Holstein, hielten hier nicht nur ihre interne Hauptversammlung ab mit der Wahl ihres Vorsitzenden, der hier „Bestimmer“ genannt wird; sie saßen auch in ihren Campingstühlen mit einem Drink in der Hand vor ihren Trucks mit passenden Shirts und der Aufschrift „Wer hat die Pole?“ „Besonders die Show-Trucks sind interessant, denn es ist das erfolgreichstes Country-Festival Norddeutschlands“, sagte Stefan Rosenkranz, ehemaliger „Bestimmer“.

DJ Olli P. aus Dithmarschen, der zwischen den Auftritten der Folkband „Celtic Cowboys“ die Besucher mit aktuellen Hits, Country und Schlagern von der Bühne versorgte, blieb selbst cool, als es mal nicht mehr weiter ging. „Nach dem Regen kam die Pause – Stromausfall“, sagte er, „aber das kriegen wir schnell wieder hin.“

An seinem Stand war Axel Horst aus Nortorf (Kreis Rendsburg) mit dem Angebot an CB-Funk, Fernsehen für den Truck und Freisprech-Einrichtungen gefragt. „Wir bieten auch Service an bei Problemen mit Funkanlage“, sagte er, „Es kommen viele Trucker vorbei.“

Jan Laß erwartete die Besucher hingegen mit Reifen der Firma Uhl, die mit Riesen-Truck und Motorrad weithin sichtbar in einem Zelt mit Informationen bei Kaffee und Kuchen vertreten war. „Es ist großes Interesse vorhanden, vor allem durch unsere Blickfänge, den Truck und das Motorrad“, stellte er fest.

Auch zwei Trucker-Ladys waren da: Conny Thomassen aus Hamburg war mit einer Acht-Tonnen-Sattelzug-Maschine angereist, ging gemeinsam mit Freundin Gaby Wöllmer durch die Reihen. „Die neue Aufstellung ist gut“, fand Conny Thomassen. Gaby Wöllner trug zwar eine Weste für Line Dance, fand aber keinen. „Das ist schade, wo es mir hier ansonsten doch gut gefällt.“

Zum ersten Mal gab es einen großen Oldtimer-Bereich der „Nutzfahrzeug Veteranen Gemeinschaft“. Sie richtete ihr sechstes Treffen mit mehr als 50 Fahrzeugen aus. Hermann Dahmken war mit dem fast einzigen ostdeutschen LKW angekommen, einem 125 PS starken Lieeferwagen, Baujahr 1960. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Besucher Interesse haben am alten Blech“, sagte er.

Marion Zimmermann und Horst Petersen von Michael Nissen Transport aus Harrislee, die mit 27 LKW vertreten waren, gingen auf Foto-Session. „Interessant ist die alte Technik der LKW“, sagt Horst Petersen. „Ich würde gerne wissen, wie viel Kraft man aufwenden muss, um diese zu fahren.

Umfangreich das weitere Programm aus Indianer-Dorf, Western- und Ponyreiten, Truck-Simulator, Country-Markt und Kids-Park sowie Rundflügen. Und es gab auch viele Aktionen für Kinder, die in ihrem eigenen Kids-Park unter anderem Gold waschen, auf einem Pony reiten oder Karussell fahren konnten.

Bernhard Rösler vom Itzehoer Lustsportverein freute sich: „Wir haben viel Glück gehabt mit dem Wetter. Während es in ganz Schleswig-Holstein Starkregen gab, hat uns die Gewitterfront nur gestreift.“ Ergebnis: 250 Fluggäste am ersten und noch einmal 350 am zweiten Tag und viele fürs Fliegenlernen Interessierte.
Ausrichter Peter Wischmann von „Globus-Events“ blieb da nur fest zu stellen: „Es stehen nirgendwo so viele Trucks zusammen wie hier.“ Und Mitorganisator Thomas Claaßen bilanzierte: „Unser neues Konzept hat sich bewährt, besonders das Westernreiten und die Vorführungen sind sehr gut angekommen. Es lief besser als im vergangenen Jahr.“

Internet: www.wolfsmeile.com


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