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Trotz Top-Bilanz der Sparkasse – Niedrigzinsen werden zur Belastung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2015 | 10:17 Uhr

Ein stabiles Wachstum im Kreditgeschäft einerseits und steigende Kundeneinlagen andererseits waren die Basis für eine erfreuliche Geschäftsentwicklung der Sparkasse Westholstein im Jahr 2014. Das sagte der neue Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Achim Thöle, auf der Zweckverbandsversammlung im Landgasthaus „Zum Dückerstieg“. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Tede Ibs und Michael Burmeister zog er eine durchweg positive Bilanz des abgeschlossenen Geschäftsjahres. Der Jahresabschluss wurde von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Der Heider Bürgermeister Ulf Stecher lobte angesichts der vorgetragenen Informationen zum Geschäftsverlauf die gute Arbeit und Zusammenarbeit des Verwaltungsrates, des Vorstandes und des ganzen Mitarbeiterteams.

Vor rund 160 Mitgliedern, die zur Verbandsversammlung in die Wilstermarsch gekommen waren, gab der Verwaltungsrats- und Zweckverbandsvorsitzende Karl-August Geest ein klares Bekenntnis zur aktuellen Filialpolitik der Sparkasse Westholstein. „Filialschließungen können und werden kein Weg für unsere Sparkasse sein“, versprach Geest, um aber zugleich einzuschränken: „Letztlich entscheidet das Kundenverhalten darüber, ob ein Standort gehalten werden kann.“ Gleichwohl sei die Sparkassenpräsenz in der Fläche für die Sparkasse Westholstein von großer Bedeutung. Zurzeit unterhält sie 53 Filialen in Dithmarschen, Steinburg und Rendsburg-Eckernförde. Dort beschäftigt sie 708 Mitarbeiter, darunter 46 Auszubildende. Mit einem Gewerbesteueraufkommen von rund 4,6 Millionen Euro und einer Gesamtsumme von 600  000 Euro für Spenden und Sponsoring ist sie fest in der Region verwurzelt.

Auch wenn die Sparkasse das Geschäftsjahr 2014 wieder mit einem guten Ergebnis abgeschlossen habe, werde es in der Zukunft immer schwieriger, die guten Zahlen zu halten. Diese Entwicklung sei insbesondere den aktuellen Niedrigzinsen geschuldet. „Es ist wichtig, Kosten zu reduzieren“, mahnte der Sprecher. Dazu müssten alle Bereiche auf den Prüfstand.

Der Jahresüberschuss der Sparkasse verbesserte sich im vergangenen Jahr von 2,6 auf 3,2 Millionen Euro, die Bilanzsumme kletterte von 3,2 auf 3,32 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen erhöhten sich von 2,25 auf 2,35 Milliarden Euro, die Kredite von 2,75 auf 2,8 Milliarden Euro. An ihre Kunden stellte die Sparkasse neue Kredite von 460 Millionen Euro bereit.

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