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Natur im Kreis Steinburg : Trompetenrufe – die Kraniche sind da

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ihr Ruf ist unverkennbar: die Kraniche sind da. Im nördlichen Kreis Steinburg – bei Peissen und Ridders – finden die Vögel ideale Bedingungen vor. Sogar Nachwuchs hat sich eingestellt.

Der durchdringend trompetende Ruf des Kranichs schallt durch eine Weide- und Waldlandschaft zwischen Ridders und Peissen. Mit etwas Glück sind die scheuen, bis zu 1,20 Meter großen Kraniche vom Spurbahnnetz nicht nur zu hören, sonder auch zu sehen. Anwohner berichten von zwei Kranichpaare mit Nachwuchs, die regelmäßig auf den Feuchtwiesen stehen.

Kranichfamilien sind auf Grünland angewiesen, und Weideflächen, auf denen Gras als Dauerkultur angebaut wird, gibt es im nördlichen Teil Steinburgs noch reichlich. Zudem sind auch der angrenzende Wald mit der Rantzau ideal für die imposanten Vögel.

Die rund 15 Kilometer lange naturnahe Rantzau entspringt in Peissen, schlängelt sich durch das Rantzau-Tal mit den Seitengewässern, die Niedermoore und Feuchtwiesen bilden. Deswegen wird der Kranich dort langsam heimisch und brütet erfolgreich.

Kraniche ernähren sich sowohl pflanzlich als auch tierisch, je nach Vorliebe und Jahreszeit. Im Sommer ist der tierische Anteil höher, während der Rast auf dem Weg zum Überwinterungsgebiet wird kohlenhydratreiches Futter wie Mais bevorzugt.

Ein weiteres Brutpaar war im Drager Lohfiert mit einem Jungvogel erfolgreich, und ein Kranichpaar wurde in Christinenthal mit zwei Jungvögeln gesichtet.

Der europäische Kranich gehört zu den Zugvögeln, die sich ab Oktober zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu Tausenden sammeln und gemeinsam im Oktober oder November in den Süden zum Überwintern fliegen.

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