rhythmus pur : Trommelrausch im Theater

Wasser in die Trommel: Jürgen Weishaupt und Alexander Glöggler (r.).
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Wasser in die Trommel: Jürgen Weishaupt und Alexander Glöggler (r.).

„Power! Percussion“ begeistern mit ihrer Show im fast vollen theater itzehoe. Profi-Musiker bieten viele akustische, aber auch optische Reize.

shz.de von
15. November 2013, 18:15 Uhr

Sie trommelten auf allem: auf Leitern aus Metall wie auf Rohren aus Kunststoff, auf Ölfässern und Eimern sowie ihren Schenkeln – und natürlich auch auf Trommeln jeder Art. Im theater itzehoe boten versierte Schlagzeuger mit dem Programm „Power! Percussion“ fast zwei Stunden lang rhythmische Unterhaltung. Der fast volle Saal brodelte vor Begeisterung.

Die Trommel-Truppe aus München sorgte dabei nicht nur für ein akustisches, sondern – mit effektvollem Licht untermalt – auch ein optisches Feuerwerk. Alexander Glöggler, Stephan Wildfeuer, Jürgen Weishaupt, Rudi Bauer und Philipp Jungk demonstrierten die geballte Kraft des Schlagzeugs. Sie deckten mit ihrem Programm sowohl das klassische wie auch das populäre Schlagzeugfach ab; kein Wunder, sind sie doch alle Profi-Musiker mit Hochschulabschluss sowie Diplomen im Pop- und Klassikfach. Seit ihrer Gründung 1997 haben sie bereits mehr als tausend Auftritte absolviert. So meisterten sie auch die schwierigsten Passagen mit Leichtigkeit. Effektvoll setzten sie ihr Können ein, als sie sehr zur Freude des Publikums mit kleinen Kunststoffrohren auf großen Kunststoffrohren Melodien wie „Oh, When The Saints“ oder „In München steht ein Hofbräuhaus“ intonierten.

Als weiteres Highlight füllte Alexander Glöggler seine beleuchteten bauchigen Trommeln mit Wasser auf, das unter seinen Trommelschlägen in großen Fontänen in alle Richtungen spritzte. Und es gab auch eine dem Line Dance nachempfundene Choreografie – bei der man nur die dazu eingesetzten bunten Gummistiefel sah.

Dass die Trommler es auch melodiös können, zeigten sie im zweiten Teil des Auftritts. Da setzte Rudi Bauer am Marimbaphon, einem Riesen-Xylophon, zu melodiösen Klangteppichen an, alle anderen zeigten ebenfalls ihre Fähigkeiten als Solisten.

Die Musiker, die neben Philharmonien und Festspielhäusern auch das Kanzleramt in Berlin zum Beben bringen und bereits nach Asien eingeladen wurden, waren sehr angetan vom Theater: „Das Publikum ist super drauf und gut mitgegangen“, lobte Rudi Bauer schon in der Pause.

Das Kompliment gaben die Zuhörer zurück. So waren auch Ellen und Ralf Kaiser aus Itzehoe schwer begeistert. „Wir waren einmal bei asiatischen Trommlern in Hamburg und schon davon beeindruckt“, sagte Ralf Kaiser. „Dies ist melodiös und rhythmisch und darüber hinaus auch noch witzig – also alles, was man sich wünscht“, ergänzte Ellen Kaiser.


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