Trinkwasser für die Ärmsten in aller Welt

shz.de von
09. Juni 2014, 12:02 Uhr

Das Technische Hilfswerk (THW) hat viele verschiedene Einsatzbereiche. Eines davon ist die SEEWA (Schnell Einsatz Einheit Wasserversorgung Ausland). Über dieses Thema wollen wir euch heute informieren.

Wir, die Klasse 4b von der Grundschule Edendorf, haben das THW in Itzehoe besucht. Man findet es in der Oelixdorfer Straße 2. Sven Guericke ist der THW-Ortsbeauftragte. Er hat uns zuerst einen Film gezeigt, und danach haben wir ein Interview mit ihm gemacht. Wir haben erfahren, wie das mit der Trinkwasseraufbereitung geht. Das dreckige Wasser läuft durch ein Filtersystem und wird danach mit Chlor desinfiziert, um es haltbarer zu machen. Normalerweise dauert es ein paar Stunden, um einen Brunnen zu reinigen. Aber es kann auch einige Tage dauern, wenn der Brunnen sehr tief ist oder das Wasser sehr verdreckt ist. Danach wird es an die Bevölkerung verteilt.

Sven Guericke hat uns erzählt, dass sein letzter Einsatz zur Trinkwasseraufbereitung 2013 nach einem Taifun auf den Philippinen war. Er erklärte, dass zurzeit fast 100 THW-Mitarbeiter aus Deutschland in den Hochwassergebieten in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien sind. Sie bauen dort Trinkwasseraufbereitungsanlagen auf und pumpen das Hochwasser ab. Danach hat er uns in einen Lagerraum mit sehr vielen Kisten geführt. Darin sind Rohre und anderes Material, das für die Trinkwasseraufbereitung wichtig ist. Besonders interessant war, dass so ein Einsatz mehrere hunderttausend Euro kostet, und dass unsere Regierung das Geld von den Steuern bezahlt.

Toll fanden wir, dass wir in THW-Autos zur Schule gefahren wurden und dass wir eine ganze Tasche voller Stundenpläne, Pflaster, Schlüsselanhänger, Quartette und leckerer Süßigkeiten bekommen haben. Der Vormittag war sehr schön.

Klasse 4b, Grundschule
Edendorf, Itzehoe

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