Traum vom Bürgersaal wird wahr

An Stelle der gemeindeeigenen Gaststätte soll ein modernes Veranstaltungsgebäude entstehen.
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An Stelle der gemeindeeigenen Gaststätte soll ein modernes Veranstaltungsgebäude entstehen.

Land unterstützt das Vorhaben mit 431000 Euro / Bürgermeister Hans-Georg Wendrich: Wie ein Sechser im Lotto

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19. Januar 2015, 13:49 Uhr

Groß war die Freude bei Bürgermeister Hans-Georg Wendrich (kl. Foto), als er vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume kürzlich den Zuwendungsbescheid in Höhe von 431000 Euro zum Bau eines neuen Bürgersaales erhielt. „Jetzt kann mit der Errichtung des geplanten Bauvorhabens in der Hauptstraße 25 begonnen werden“, betont er.

Bereits seit einigen Jahren stünde die gemeindeeigene Gaststätte mit angegliedertem Saal, weiteren Gewerberäumen und einer Wohnung leer. „Das Gebäude ist in einem Zustand, das von der konstruktiven und energetischen Seite her gesehen einen hohen Sanierungsaufwand erforderlich macht“, erklärt Wendrich, der dieses auch durch entsprechende Gutachten bestätigt bekam. Für eine weitere Nutzung hätte die Gemeinde viel Geld investiert werden müssen. „Das jedoch wäre nicht wirtschaftlich gewesen“.

Bereits seit Jahren werde überlegt, wie das sanierungsbedürftige Objekt in in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule, dem Senioren- und Dienstleistungsgebäude, der Kirche, dem renovierten Bürgerhaus mit Sitz der örtlichen Gesangvereine und des DRK sowie des neu zu bauenden Feuerwehrhauses genutzt werden könnte. Viele Vorschläge wurden immer wieder diskutiert. Denn es bestünde dringender Bedarf an einer barrierefreien Versammlungsstätte für die örtlichen Vereine und Organisationen, um Versammlungen durchzuführen. Gleichzeitig solle erreicht werden, den Einwohnern kulturelle Veranstaltungen zu ermöglichen. „Das wiederum macht aber auch den Bedarf einer Bühne erforderlich“, betont Wendrich mit dem Wissen, dass auch für die örtliche Grundschule ein Saal mit seinen Möglichkeiten sehr wichtig wäre.

Geplant ist jetzt die Errichtung eines Saales mit Bühne, in dem rund 170 Personen einen Platz finden, und angegliederte Nebenräume. Hinzu kommen sanitäre Anlagen mit Behinderten-WC, eine Küche sowie ein kleinerer Clubraum. Das Gebäude wird sich dem Baustil der Seniorenanlage annähern. Schließlich, so Wendrich, habe die Gemeinde jetzt das durch die Errichtung des Senioren- und Dienstleistungszentrum bekannte Architekturbüro Prell und Partner aus Hamburg für die Planung und Umsetzung beauftragt.

„Die Dorfmitte ist in den letzten Jahren stark verändert worden und die Gemeinde betreibt seit Jahren eine modellhafte Innenentwicklung“, erklärt Wendrich und hebt hervor, dass durch eine gute Dorfentwicklungsplanung, wie beispielsweise durch die Nachnutzung von aufgegebenen Landwirtschaftsbetrieben und anderen teils gewerblich genutzten Gebäuden eine zukunftsorientierte Infrastruktur geschaffen werden konnte. Als optimale Ergänzung siehe die Gemeinde daher den Bau des „Bürgersaales“ als eine sinnvolle Bereicherung für das Dorfleben.

„Für die Gemeinde war daher die Zusage der Förderung wie ein Sechser im Lotto“, freut sich Wendrich. So könne bereits im nächsten Monat mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen werden. „Wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, wird im Sommer mit dem Bau begonnen.“ Fertigstellung des Neubaus könnte im im Sommer nächsten Jahres sein.

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