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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 11:33 Uhr

Trauer um Paul Harder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2016 | 11:07 Uhr

Er war seit einigen Jahren schwer krank, aber immer wieder hat er sich aufgerafft und hatte Anteil genommen, wenn es um „seine“ Gemeinde ging. Am vergangenen Donnerstag ist Paul Harder im Alter von 78 Jahren gestorben. Bei seinem Abschied von der Kommunalpolitik im Jahr 2013 war er zum Ehrenbürgermeister der Gemeinde Landrecht ernannt worden.

Paul Harder hatte sich mehr als 40 Jahre lang in der Landrechter Kommunalpolitik engagiert und war 1986 als Nachfolger von Rudolf Wittrock zum Bürgermeister gewählt worden. Zuvor war er acht Jahre 1. Stellvertreter des Bürgermeisters und schon 1970 in den Gemeinderat eingezogen.

Meilensteine seiner kommunalpolitischen Arbeit waren die Auswirkungen des Umgehungsstraßenbaus auf seine Gemeinde, die damit verbundene Verlegung des Feuerwehrhauses von Honigfleth nach Kasenort, der Ausbau der Ortsentwässerung und Investitionen in die Feuerwehr, die gemeinsam von den Gemeinden Landrecht und Stördorf getragen wird. Paul Harder war ebenso wie sein Stördorfer Amtskollege Helmut Sievers immer um die enge Zusammenarbeit beider Gemeinden bemüht, die auch beim jährlichen Kinderfest, Seniorenveranstaltungen und Laternenumzug immer wieder unter Beweis gestellt wurde. „Wir bilden ein gutes Team für unsere beiden Gemeinden“, hatte Helmut Sievers schon vor einigen Jahren bestätigt. Neben der Bewirtschaftung seines Bauernhofes in Bischof, der heute von seinem Sohn Sönke weitergeführt wird, hatte sich Paul Harder 15 Jahre als Vertrauensmann für den Bauernverband eingesetzt, über 25 Jahre lang dem Amtsausschuss des Amtes Wilstermarsch angehört und im Aufsichtsrat der Breitenburger Milchzentrale die Interessen seines Berufsstandes vertreten. 40 Jahre lang war er Vorstandsmitglied des Sielverbandes Hackeboe gewesen. Komplett wurde sein ehrenamtliches Engagement durch sein langjähriges Wirken als ehrenamtlicher Richter am Landwirtschaftsgericht in Itzehoe. Beim 40-jährigen Dienstjubiläum als Gemeindevertreter war Paul Harder vom Amtsvorsteher mit dem Satz gewürdigt worden: „Deine Berufung ist das Ehrenamt.“ Der stellvertretende Amtswehrführer Axel Erdmann meinte sogar: „Mit dir haben wir das große Los gezogen.“ Damit lobte er das stets offene Ohr des Verstorbenen für die Belange „seiner“ Feuerwehr. Unterstützung und Verständnis für sein ehrenamtliches Wirken fand Paul Harder in über 40 Jahren bei seiner Frau Lydia und seinen Kindern Sönke und Angela. Mit ihnen nehmen am kommenden Donnerstag viele Familienangehörige, Freunde und Weggefährten Abschied von Paul Harder. Die Trauerfeier findet um 13 Uhr in der Auferstehungskapelle in Wilster statt.

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