Unfall In Nortorf : Transporter von Lkw erfasst: Ein Toter

Schwerer Verkehrsunfall gestern Nachmittag kurz hinter der Rehbrücke: Beim Abbiegen in eine Baustellenzufahrt erfasste der 40-Tonner den mit fünf Arbeitern besetzten VW Bus.
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Schwerer Verkehrsunfall gestern Nachmittag kurz hinter der Rehbrücke: Beim Abbiegen in eine Baustellenzufahrt erfasste der 40-Tonner den mit fünf Arbeitern besetzten VW Bus.

Großeinsatz für die Rettungskräfte an der Rehbrücke: Beifahrer stirbt noch an der Unfallstelle, vier weitere Insassen zum Teil schwer verletzt.

shz.de von
30. März 2017, 05:00 Uhr

Für den Beifahrer kam jede Hilfe zu spät. Der Mann war unter den Trümmern eines VW-Transporters begraben und tödlich verletzt worden. Die weitere traurige Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls am Mittwochnachmittag in Nortorf: zwei schwer- und zwei leichtverletzte Fahrzeuginsassen. Das Quintett saß in dem Kleinbus, der gegen 13.45 Uhr bei einem Überholmanöver kurz hinter der Rehbrücke von einem Sattelzug erfasst wurde. Der 40-Tonner wollte aus Richtung St. Margarethen kommend nach links in die Zufahrt zur Tennet-Großbaustelle abbiegen.

Erstmals wurden um 13.45 Uhr die Feuerwehrleute aus Wilster per Sirenenalarm zum Einsatz gerufen. Diese Alarmierungsform war erst vor wenigen Tagen eingerichtet worden, um auch tagsüber genug Helfer mobilisieren zu können. Den zahlreichen Rettungskräften bot sich am Unfallort dann ein schlimmes Bild. Neben dem nur leicht beschädigten Sattelzug lag der völlig zertrümmerte VW Transporter mit Kölner Kennzeichen auf der Seite. Zu dieser Zeit herrschte in dem Bereich reger Baustellenverkehr. Zahlreiche weitere Lkw-Fahrer verfolgten erschüttert die Arbeit der Helfer, die mit mehreren Fahrzeugen angerückt waren. Auch zahlreiche Rettungssanitäter und Notärzte waren vor Ort. Kurz darauf landete auf einer benachbarten Weide zudem noch der Rettungshubschrauber.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der VW-Fahrer trotz Überholverbots und einer schraffierten Sperrfläche im Bereich der Brücke zum Überholen angesetzt, was der Lkw-Fahrer beim Linksabbiegen dann offenbar übersehen hatte. Er selbst erlitt einen Schock und musste ebenfalls ärztlich behandelt werden. Der Streckenabschnitt zwischen Wilster und der Auffahrt zur Bundesstraße 5 wurde für die Rettungs- und Bergungsarbeiten mehrere Stunden lang voll gesperrt. Noch am Nachmittag wurde die Unfallstelle von einem Sachverständigen der Dekra untersucht. Nähere Angaben zur Herkunft der fünf Arbeiter in dem VW Bus konnte die Polizei zunächst noch nicht machen.


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