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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 13:44 Uhr

HSV : Trainieren wie in der Bundesliga

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Hamburger Sportverein bot in Glückstadt Ferienprogramm für Kinder an. Drei Jugendtrainer vermittelten jungen Spielern Technik und Taktik.

35 fußballbegeisterte Mädchen und Jungen, drei Jugendtrainer vom Bundesligaverein und fünf Tage lang Üben wie die Profis: Das ist das Feriencamp der Fußballschule des Hamburger Sportvereins (HSV). Bis gestern war der HSV auf dem Gelände des ETSV Fortuna zu Gast.

„Wir hatten hier eine super nette und spaßige Woche“, so das Fazit von Campleiter Martin Bube. Der 46-jährige Fußballlehrer trainierte gemeinsam mit seinen Kollegen Sören Flögel und Olivir Chovin täglich mehrere Stunden mit den Kindern. „Das Besondere an so einem Camp ist, dass man mehr Schwerpunkte setzten kann als bei einem normalen Jugendtraining, weil mehr Zeit zur Verfügung steht. Dadurch ist es viel intensiver“, sagt Bube.

Torschüsse, Passspiel, Dribbling und Ballmitnahme – viele wichtige Fußball-Elemente wurden ausgiebig geübt. Wichtig auch: Die Koordination, das heißt die Fähigkeit mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. „Mit dem Fuß das eine zu machen und sich mit dem Kopf schon den nächsten Schritt zu überlegen, ist wichtig“, so Bube. „Der Spaß spielt aber auch eine große Rolle. Das Leistungstraining soll nicht abschrecken. Neben einem hohen Lerneffekt soll auch der Spaßfaktor hoch sein“, erklärt er sein Konzept. Mädchen und Jungen spielen anders als in vielen Vereinen in der Fußballschule gemeinsam. „Das klappt gut. Die Mädels sind voll akzeptiert“, berichtet Bube. Unter den 35 Teilnehmern waren acht Mädchen.

Fast alle der sechs- bis zwölfjährigen Teilnehmer, die aus Glückstadt und den Umlandgemeinden kommen, spielen aktiv im Verein. Und viele sind bereits in den vergangenen Jahren beim Feriencamp des HSV dabei gewesen. „Viele Kinder werden Wiederholungstäter“, sagt Bube lachend. „70 bis 80 Prozent nehmen mehrmals teil und viele sind traurig, wenn sie dann 13 sind und nicht mehr mitmachen dürfen.“

Auch der siebenjährige Konstantin nimmt bereits zum zweiten Mal teil. „Er war im vergangenen Jahr dabei und wollte unbedingt wieder hin“, berichtet seine Mutter Ursula Preuß. Sie hat zugestimmt, weil die Kinder „eindeutig etwas mitnehmen“. Fairness und Disziplin in der Gruppe stünden im Mittelpunkt und es freue sie auch, dass die Kinder sich so viel bewegen, sagt Ursula Preuß. Andrew Rollett stimmt ihr zu und berichtet, dass viele Kinder wie seine neunjährige Tochter Leonie nach dem Training oft noch immer nicht genug vom Fußball hätten und zuhause und auf der Straße weiter übten, was sie morgens auf dem Platz gelernt hätten.

Kostenfrei ist das Feriencamp nach Auskunft der Eltern nicht: Knapp 180 Euro pro Kind kostet die Teilnahme am Camp. „Dafür gibt es neben den Trainingseinheiten aber auch Trikots und weitere Kleidungsstücke, Trinkflaschen, Mittagessen und so weiter“, gibt Ursula Preuß zu bedenken. „Das geht schon in Ordnung.“

Die HSV-Fußballschule ist mit ihren Feriencamps in den vier norddeutschen Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern das ganze Jahr über vor allem während der Schulferien unterwegs. In Glückstadt waren die Fussballlehrer dieses Jahr zum fünften Mal zu Gast. „Wir kommen immer gerne her, weil die Unterstützung durch den ETSV optimal ist. Wir müssen uns um wenig kümmern und können uns voll auf unsere eigentliche Aufgabe konzentrieren“, sagt Martin Bube. Neben den Camps bietet der HSV auch Jugendtrainings in seinem Stadion Imtech-Arena an und veranstaltet jährlich ein Fußballschulen-Turnier – inklusive eigenem Pokal.

Die Talentsuche steht bei der Fußballschule übrigens nicht im Mittelpunkt. Bube: „Der Hauptgrund, warum der HSV die Schule anbietet, ist, eine Bindung zwischen den jungen Fans und dem Verein auf- und auszubauen.“ Den örtlichen Vereinen die jungen Talente „wegzuschnappen“ sei nicht das Ziel. „Aber natürlich kommt es schon mal vor, dass wir unserer Scouting-Abteilung einen Tipp geben, wenn uns ein besonders talentiertes Kind auffällt.“

>Weitere Infos über die HSV-Fußballschule im Internet unter www.hsv.de/kids/fussballschule/ – dort gibt es ab Mitte kommender Woche auch weitere Bilder aus Glückstadt zu sehen.

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erstellt am 18.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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