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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 10:23 Uhr

Traditionsschiffe nach Brunsbüttel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Aufhänger einer Vereinbarung der Stadt mit der Stiftung Hamburg Maritim ist die erwartete Ankunft der Viermastbark „Peking“

Mit Spannung erwarten die Freunde maritimer Kulturschätze die Ankunft der Viermastbark „Peking“ in der Schleusenstadt Brunsbüttel. Vom Brunsbütteler Elbehafen soll das Traditionsschiff nach Wewelsfleth geschleppt werden, wo die Bark aus der Reihe der legendären Flying-P-Liner des Hamburger Reeders Laisz von Grund auf restauriert werden soll. Der Zeitplan allerdings dürfte sich verschieben. Dies wurde gestern am Rande einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Brunsbüttel und der Stiftung Hamburg Maritim bekannt, die sich um Museumsschiffe in der Hansestadt kümmert.

Aktuell befindet sich der historische Frachtsegler, sicher verstaut auf einem Dockschiff der Bremer Reederei Combi Lift, auf dem Weg von New York nach Deutschland. „Der gesamte Zeitplan hat sich etwas verschoben, da das Schiff derzeit neun Stunden Verspätung hat“, gab Markus Söhl, Geschäftsführer der Stiftung Hamburg Maritim gestern in Brunsbüttel bekannt. Der voraussichtliche Zeitplan sieht nun vor, dass das Aufschwimmen der „Peking“ sowie das Festmachen des Bug- und Heckschleppers am Mittwoch gegen 6.30 Uhr erfolgen wird. Ab 7.30 Uhr folgt die Verholung der Viermastbark von Brunsbüttel nach Wewelsfleth. Für 11.30 Uhr ist die Passage des Störsperrwerks vorgesehen und etwa eine Stunde später soll die „Peking“ schließlich in der Störgemeinde ankommen und an der Ausrüstungspier der Peters Werft festmachen. Auf ihrem Weg in Richtung Peters Werft wird das 1911 gebaute Frachtschiff von mehreren historischen Schiffen begleitet.

„Das Interesse der Öffentlichkeit ist sehr groß“, zeigt sich Markus Söhl begeistert. Sowohl der Stiftungsgeschäftsführer als auch Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck wollen diese Aufmerksamkeit nicht ungenutzt vorüberziehen lassen, sondern sie nutzen um auf die Schönheit und Kultur der vielen Hafenstädte an der Deutschen Nordseeküste aufmerksam zu machen und dies im Rahmen einer Kooperation zwischen Stiftung und der Stadt Brunsbüttel auszubauen.

„Bislang war Brunsbüttel meist nicht mehr als ein Durchfahrtsort für historische Schiffe, die zur Kieler Woche oder zum Hamburger Hafengeburtstag unterwegs sind“, so Mohrdieck. Dies soll sich jedoch in Zukunft ändern. Gemeinsam sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, die Voraussetzungen schaffen, das Traditionsschiffe nicht nur für ein paar Tage in der Schleusenstadt festmachen, sondern dort auch Besichtigungen anbieten oder zu touristischen Ausfahrten starten könnten. Als Bereicherung für Brunsbüttel und die Region wertete der Verwaltungschef daher die geschlossene Kooperation. Diese sei nicht nur bedeutsam für den Tourismus, sondern ebenfalls für die kulturelle Identität in der Nordseeregion. Die Schließung des Friedrichskooger Hafens habe gezeigt, dass es an der Zeit sei, sich breiter aufzustellen und etwas für den Erhalt der Kultur und der regionalen Identität zu unternehmen. Ein Signal, das sich auch an den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und dessen Pläne rund um die Traditionsschiffe richtet.

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