Traumhaft : Tourneestart bei Sonnenuntergang

Im Rampenlicht: Die erste Aufführung war ein Erfolg.
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Im Rampenlicht: Die erste Aufführung war ein Erfolg.

KKS-Theatergruppe unterwegs in den USA: Erste Aufführung unter freiem Himmel am Lake Michigan.

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28. Juli 2014, 17:00 Uhr

Die Theatergruppe der Kaiser-Karl-
Schule ist mit ihrem englischen Stück
„A Midsummernight’s Dream“ auf
Tournee in den USA. Die Ensemble-
Mitglieder Kirsten Wehr und
Caroline Gahrmann berichten
für unsere Zeitung von der Reise.

„Nein, Sie können nicht mit!“ Uns fiel die Kinnlade runter. „Das Flugzeug ist voll, und es sieht aus, als müssten drei Ihrer Mitfahrer leider hier bleiben.“

Die Sommerferien zu Hause statt in Michigan verbringen? Waren wir zuvor müde gewesen, waren wir nun schlagartig wach. Das geht nicht, unsere Gruppe muss zusammenbleiben. Glücklicherweise konnte das Problem nach längerem Warten und Diskutieren gelöst werden, und es bekamen doch noch alle ein Flugticket – haben wir uns immerhin den Kaffee gespart!

Denn wir, die Theater-AG der Kaiser-Karl-Schule Itzehoe, standen am Fuhlsbütteler Flughafen, bereit, unsere Reise nach Amerika anzutreten, um Shakespeares Theaterstück „A Midsummernight’s Dream“ auf amerikanischem Boden aufzuführen. Und all das mit einem Ensemble aus Schülern und Ehemaligen im Alter von 13 bis 20 Jahren.

Vier Stationen, drei Staaten, zwei Wochen. Was für ein Sommer! Während wir durch Michigan und Wisconsin touren, sind wir in Gastfamilien untergebracht und erleben „the american way of life“ hautnah.

Gerade erst haben wir die ersten Gastfamilien in St. Joseph am Lake Michigan unter Tränen verlassen und sind im Tourbus auf dem Weg nach Wisconsin, um auch dort aufzutreten. Müde von der ersten Aufführung am vorigen Abend, können wir trotzdem nicht schlafen, da es selbst auf dem Weg viel zu viel zu erleben und zu tun gibt. So konnten wir Chicagos Skyline bestaunen, das letzte Ziel unserer Reise. Es wurden aber auch McDonald’s-Läden gezählt oder Aufführungen besprochen.

Die erste Aufführung allerdings wird unvergessen bleiben, vielleicht auch wegen der besonderen Umstände. Anstatt wie gewohnt auf großer Theaterbühne zu spielen, mussten wir uns mit engstem Raum unter freiem Himmel zufrieden geben. Doch so wurde die Premiere immerhin von der Sonne begleitet, die langsam im Lake Michigan verschwand. Es herrschte eine magische Stimmung – ein Mittsommernachtstraum im wahrsten Sinne des Wortes.

Schnell zogen wir das 250 Mann starke Publikum, das nicht nur aus Gastfamilien bestand, in unseren Bann. Trotzdem waren es natürlich gerade unsere amerikanischen Mamas und Papas, die uns im Nachhinein mit Lob und Umarmungen überhäuften.

So ließen wir St. Joseph mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück und sind schon voller Erwartungen auf unsere nächste Station, Oconomowac in Wisconsin.

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