Toter Winkel - Gefahr für Schüler

So viele Kinder können im so genannten Toten Winkel vor und auch neben einem LKW buchstäblich verschwinden, erklärt Frank Endemann vom Glückstädter Round Table den Grundschulkindern.  Foto: cj
So viele Kinder können im so genannten Toten Winkel vor und auch neben einem LKW buchstäblich verschwinden, erklärt Frank Endemann vom Glückstädter Round Table den Grundschulkindern. Foto: cj

shz.de von
16. Dezember 2010, 03:59 Uhr

Glückstadt | Rund 260 Kinder der dritten und vierten Klassen der Glückstädter Bürgerschule sowie der oberen Klassen der Förderschule haben auch in diesem Jahr wieder hautnah erfahren, was es heißt, im sogenannten "Toten Winkel" zu stehen.

Mittels Absperrbänder wurde der Tote Winkel an den Seiten sowie unmittelbar vor dem LKW ganz plastisch sichtbar gemacht. In diesem Toten Winkel "verschwanden" dann die Kinder einer ganzen Schulklasse, während jeweils zwei ihrer Mitschüler aus dem Führerhaus des Wagens feststellten, warum es "Toter Winkel" heißt, nämlich weil diese Bereiche für den Fahrer nicht einsehbar sind. "Über Unterrichtsmaterial, das wir vorab in die Schule gegeben haben, haben die Lehrerinnen das Thema bereits vorbereitet, so dass die Kinder theoretisch bereits wussten, was sie heute erwartet", erklärt Frank Endemann, Mitglied des Round Table, der die Aktion mit mehreren seiner Kollegen vom Serviceclub durchführte. Der Glückstädter "Round Table" hatte sich vor zwei Jahren erstmalig an der damals bundesweiten Aktion "Raus aus dem Toten Winkel" beteiligt und sich damals entschieden, die Aktion in Glückstadt regelmäßig fortzuführen.

Dank der Unterstützung durch die Firmen Haars Mühle und Kühltrans Nord, die auch in diesem Jahr wieder zwei große Lastwagen zur Verfügung stellten, konnten also auch diesmal wieder ganz praktische Erfahrungen an die Kinder vermittelt werden.

Doch trotz der guten Vorbereitung war der Effekt, den die ganz praktische Erfahrung des Phänomens auf die Kinder hatte, nicht zu unterschätzen. "Das sind eben Dinge, die haften bleiben in der Erinnerung", freute sich Endemann über die gute Resonanz. Damit regelmäßig alle Kinder in den Genuss dieser wichtigen Erfahrung kommen, wird die Aktion auch in zwei Jahren wieder für die dritten und vierten Klassen durchgeführt werden.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen