zur Navigation springen

Weihnachtsmarkt : Tote Tante und andere Leckereien

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Reichhaltiges Angebot auf dem Münsterdorfer Markt. Nur der Weihnachtsmann sparte mit seinem Lohn.

von
erstellt am 04.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Gottesdienst, Glücksraddrehen, Knobeln, Bücherflohmarkt oder Basteln auf der Kirchenempore und Kinderschminken vor dem Altar: Das Angebot, das Kirchengemeinde und ehrenamtliche Organisationen den Besuchern der 32. Auflage des Weihnachtsmarktes gemacht hatten, war reichhaltig und kurzweilig.

Nachdem schon der Vormittagsgottesdienst gut besucht war, drängten sich auch am Nachmittag Jung und Alt auf die Bänke und erfreuten sich unter anderem an den Darbietungen des Posaunenchors der Itzehoer Innenstadtgemeinde unter der Leitung von Dr. Johannes Fontius.

Draußen an den Ständen und auf dem Kirchplatz ebenfalls frohe und erwartungsvolle Gesichter. Besonders umlagert von den Jüngsten: Der Weihnachtsmann, der mit prall gefülltem Sack daherkam und Süßes verteilte. Kinder, die ein Weihnachtsgedicht aufsagen konnten, bekamen dabei ein Lob von ihm zu hören. Aber wer genau hinhörte, der vernahm, dass der Weihnachtsmann damit sehr sparsam bleiben musste: Seine Frage, „Ja, könnt ihr denn kein Gedicht aufsagen?“, wurde oft mit einem Achselzucken beschieden.

Alle Hände voll zu tun hatten auch die so genannten Teamer der Kirchengemeinde. Zufrieden stellte zum Beispiel Vincent Klingforth am Waffelstand fest: „Wir haben schon viele davon verkauft.“ Mit einem Knobelstand wartete die Jugendfeuerwehr des Amtes Breitenburg auf. Wer beim Knobeln zwei Einsen und eine Zwei würfelte, die den Notruf „112“ symbolisieren sollten, bekam eine Wurst. Viel Glück hatte bei dem Spiel unter anderem Ralf Greßmann: „Der Pastor hat seit 25 Jahren seine erste Wurst gewonnen“, stellte Julius Röttger fröhlich heraus. Ein Grund für andere, ebenfalls ihr Glück zu versuchen, denn so aussichtslos sei das Unterfangen nicht: „Es ist erst 15.37 Uhr, und die Hälfte der Mettwürste sind schon weg“, animierte Bent Kooistra Zweifelnde zum Mitmachen.

31 Jahre lang gab es leckere „Harmonie-Pförtchen“ auf dem Münsterdorfer Weihnachtsmarkt zu kaufen. Und so mancher im Ort hatte sich im Laufe des Jahres gefragt, wer diese Spezialität nun wohl auf den Markt bringen würde, da sich der Gesangsverein doch aufgelöst hatte. Die Antwort gab der Förderverein der Grundschule Münsterdorf, der nach Worten der Mitglieder „unglaublichen Absatz“ hatte. Drei große Wannen mit Teig verkauften fleißige Bäckerinnen bis zum Abend für den guten Zweck.

Der Veranstaltungstag war mit acht Grad plus wohl temperiert – dennoch drängten sich die Besucher auch an den Ständen, an denen es warme und heiße Getränke gab. Da schüttete zum Beispiel der Kegelverein „Dree ut de Mitt“ Glühwein in die Gläser, während es bei der Kommunalen Interessenvertretung Münsterdorf „Tote Tante“ gab – mit oder ohne Schuss, aber immer mit dem berühmten Sahnehäubchen auf dem heißen Kakao. Direkt nebenan agierte der „Kirchendachverein“ mit seiner Süßigkeiten-Wurfmaschine. Angesichts des großen Interesses, das die Kinder dem Gerät entgegenbrachten, formulierte Fördervereinsmitglied Manfred Ewler zufrieden: „Die Beleibtheit ist momentan stark angestiegen.“

Wer dem ganzen Trubel entgehen wollte, hatte Gelegenheit, sich im Pastorat von der Arbeiterwohlfahrt verwöhnen zu lassen. 20 Kuchen – von Privat gespendet – und rund 400 Tassen Kaffee warteten dort auf ihre Abnehmer. Angesicht des guten Rufs, die diese Kaffeetafel nun schon seit Jahren genießt, war es aber kein Wunder, dass sich die Kuchenbleche schon bald gelichtet hatten.



zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen