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Konzert : Torfrock mit alten und neuen Hits im Colosseum

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Musiker von Torfrock begeistern mit Konzert in Wilster

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2014 | 17:00 Uhr

Gerade kommen sie aus dem Studio, jetzt feierten sie eine große Live-Party mit ihrem Publikum in Wilster: In einem gut gefüllten Saal im „Colosseum“ machten „Torfrock“ zwei Stunden lang wie zu erwarten Riesen-Stimmung.

„Ein schöner, alter Saal, in dem auch die Akustik sehr gut ist“, erklärte Gitarrist und Band-Mitbegründer Raymond Voß schon nach dem Soundcheck. Klaus Büchner (Gesang, diverse Holzblasinstrumente, Mundharmonika), Raymond Voß (Gesang, Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Banjo), Stefan Lehmann (Schlagzeug, Gesang) und Volker Schmidt (E-Bass, Gesang, Mundharmonika) boten dann in ihrem aktuellen Repertoire zwei Stunden lang ein „Best of“ der Hits der vergangenen 37 Jahre.

Von „Wildsau“, „Rollo“ und „Volle Granate, Renate“ über „Trunkenbold“, „Boxer“ und „Beinhart“ bis hin zu „Lets work togesser“, „Presslufthammer“ und „Hey, Jo“ fehlte kein großer Hit . Auch stellten sie ein paar neue Songs direkt aus dem Studio vor, die sie gerade für ihre neue Doppel-CD aufgenommen haben. Diese erscheint mit 18 Songs am 31. Oktober unter dem Titel „Meisterstücke“ als Studio-Doppelalbum.

Diese klinge, wie sie am Rande betonten, der heutigen Zeit angepasst, moderner als in den vergangen Jahren – und das machte sich auch im Konzert bemerkbar. Zwar spielte Klaus Büchner wie gewohnt seine diversen Flöten, der Sound klang aber insgesamt härter und rockiger als früher gewohnt.

Bei dem Auftritt floss wie bei jedem Torfrock-Konzert reichlich Bier. Dass aber kein Bierbecher durch die Gegend geworfen wurde, erreichten Band und Veranstalter durch ein Pfandsystem, in dem die Besucher motiviert wurden, die Becher zumindest wieder abzugeben. Die Besucher feierten vor der Bühne eine rauschende Party mit Zusammen- oder Pogo-Tanz, schwenkten die Wikingerhelme, die am Merchandisestand verkauft wurden, und sangen unter großem Applaus alle Titel lauthals mit. Und Klaus Büchner wies auf die ab 14. November bevorstehende 25. „Bagalutenwiehnachts“-Tournee hin.

Am Merchandise-Stand stand Carina Wüst und verkaufte Band-Artikel von der Kapuzenjacke bis zur Jute-Tasche. „Es geht hier eher ruhig zu, aber das kann ja noch kommen“, stellte sie kurz vor Konzertbeginn fest. Im Publikum dann aber die zu erwartende, pure Begeisterung. Nicole und Sven Gregersen aus Itzehoe und Heiligenstedten wurden Torfrock-Fans durch ihren Vater Jens Gregersen, der die Band erstmals 1978 live gesehen hat. „Besonders die alten Stücke sind die besten“, fand Nicole.

André Wieckhorst aus Itzehoe, der nach eigener Schätzung schon über 100 Bagaluten-Konzerte erlebt hat, erklärte: „Sie waren gut wie immer. Ihre Songs sind nie gleich. Und auch die Location passt. Die Atmosphäre ist sehr familiär.“ Zum ersten Mal war Marie-Christin Kruse aus Itzehoe bei einem Konzert der Band dabei. „Ich wollte sie schon immer mal sehen, und nun hat es geklappt“, sagte sie. „Sie sind echt cool.“

Und seinen Fauxpas, in dem er sich vor lauter Steinburgern als Dithmarscher outete und auf ein Konzert in Heide hinwies, bügelte Klaus Büchner schließlich auch wieder aus: „Steinburger sind ja auch ganz ok.!“

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