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Tore öffnen sich für jährlich 10 000 Schiffe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Interviewtermin im Wewelsflether Störsperrwerk für Lägerdorfer Viertklässler / Neun Mitarbeiter wechseln sich im Drei-Schicht-Betrieb ab Foto:  Foto: 

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 09:38 Uhr

Für die Klasse 4 der Liliencronschule Lägerdorf ging es auf Erkundungstour durch das Störsperrwerk an der Mündung der Stör in die Elbe. Start war im Betriebsstand auf dem Mittelpfeiler, später führte die Tour noch durch die Technikräume und schließlich auf den nördlichen Trennpfeiler, um die riesigen Segmentverschlüsse zu bestaunen.

 Im Gepäck hatten die Kinder eine Menge Fragen, die Mitarbeiter Bernd Rump (51) gerne beantwortete.

Warum wurde das Sperrwerk gebaut?

Bernd Rump: Um die Stör vor Sturmfluten und so das Land vor Überschwemmungen zu schützen.
Seit wann gibt es das Störsperrwerk?
Das gibt es seit 1975, Baubeginn war 1971. Nach der schweren Sturmflut von 1962 wollte man sich besser schützen.
Wie funktioniert das Sperrwerk?
Es wird elektrisch mit Hydraulikpumpen angetrieben. Bei einer normalen Flut bleiben die Tore offen und das Wasser steigt im Flussbett der Stör, ohne Schaden anzurichten und fließt bei Ebbe wieder ab. Steigt aber das Wasser in der Elbe aufgrund von Sturmfluten über 2,50 Meter über Normalnull, werden alle Tore geschlossen.
Wie schwer ist das Tor?
Die Segmente an den Seiten wiegen etwa 250 Tonnen!
Wie groß sind die Tore?
Die Seitensegmente sind 43 Meter und die Tore zwölf Meter breit und 12,50 Meter hoch. Steigt das Wasser noch höher, würde es über das Sperrwerk schwappen und das Land dahinter überfluten. Bisher war das noch nie der Fall.
Wie lang ist die Brücke?
Die gesamte Brücke ist 140 Meter, jede Seite der Klappbrücke 22 Meter lang.
Wie oft wird die Brücke hochgeklappt?
Im Sommer bis zu 30 mal täglich.
Wie viele Schiffe fahren hier im Jahr durch?
Etwa 10 000 Schiffe. Im Sommer sind es natürlich sehr viel mehr als im Winter. Den größten Anteil machen inzwischen die Sportboote aus.
Wie oft muss das Sperrwerk geschlossen werden?
Unterschiedlich. Es gab Jahre mit 50 Schließungen und Jahre mit zehn bis 20 Schließungen. Insbesondere im Frühjahr und Herbst, wenn die stärkeren Stürme auftreten.
Wer leitet das Sperrwerk?
Das Sperrwerk wird von Husum aus geleitet.
Wie lange dauert eine Schicht?
Es gibt drei Schichten mit jeweils acht Stunden, so dass der Kontrollraum rund um die Uhr besetzt ist.
Wie viele Mitarbeiter gibt es hier?
Es gibt hier neun Mitarbeiter.
Welche Ausbildung muss man machen?
Es gibt keine eigene Ausbildung. Aber um hier arbeiten zu können, sollte man eine Ausbildung in einem technischen Beruf haben, zum Beispiel Elektriker oder Maschinenschlosser.
Wie lange arbeiten Sie schon hier?
Seit 15 Jahren bin ich schon dabei.
Macht Ihnen die Arbeit hier Spaß?
Ja!
Lukas Klein, Hannah Leonie
Pigorsch, Marlen Kunkel, Sinja
Johannsen, Lea Sabasch, Laris-
sa Beyer, Pascal Herzke, Niklas
Rathjen, Kevin Krüger, Adrian
Kronenberg, Finn Marek, San-
tana Nehlsen, Emily Thom,
Alexa Molzahn, Joelina Vazquez Ramos, Lenard Kruse,
Leon Sebastian Kuhn, Lukas
Piening, Lehrerin Anneke Auls,
Klasse 4, Liliencronschule.

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