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Radio : Top Schleswig-Holsteiner am Montag im Radio

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

NDR-Welle-Nord-Reporter Peter Bartel interviewt in Glückstadt Tätowierer Ronny

von
erstellt am 01.Mär.2015 | 16:00 Uhr

„Eine Frage unter Männern: Tut es weh?“ fragt NDR-Welle-Nord-Reporter Peter Bartel. „Ja“, bekommt er zur Antwort. Bartel ist zu Besuch im Tattoo-Studio. Bei Ronny, dem 51-jährigen Tattoo-Künstler ohne Nachnamen. Kein Problem für Bartel, kurzerhand beschließt er: Die anderen, die er interviewt, werden eben auch nur mit Vornamen genannt.

Ronny wird am kommenden Montag als „Top Schleswig-Holsteiner“ vorgestellt – in der Sendung „Von Binnenland und Waterkant“ ab 20.05 Uhr. Vorgeschlagen haben ihn zahlreiche Glückstädter über Facebook: als „Original aus Glückstadt“.

Eine Besonderheit ist, dass bei dieser Radiosendung auch Freunde und Nachbarn befragt werden, was sie über den „Top Schleswig-Holsteiner“ zu erzählen haben.

Viel Liebenswertes erzählt Nachbarin Alexandra – die Immobilienfachfrau wohnt am Fleth gegenüber. „Er ist charmant, humorvoll, aber auch konsequent“, plaudert die 47-Jährige ins Mikro. Sie hat einen Hund, Ronny auch – so haben sie sich beim Ausführen ihrer Lieblinge kennengelernt. Beide Nachbarn mögen sich, die Hunde können sich gegenseitig allerdings nicht leiden. Kein Problem. Was die Immobilienfachfrau an dem vierfachen Vater und Nachbarn schätzt: Er bringt auch schon mal etwas Süßes zum Nachmittagskaffee bei ihr vorbei. Nur eines steht für sie fest: Ein Tattoo kommt für sie nicht in Frage.

Während Alexandra anschließend mit Ronny und dessen Ehefrau Silke bei einem Latte macchiato plauscht, geht Peter Bartel ein paar Häuser weiter, dort wartet Jane. Die 15-Jährige kennt Ronny ihr Leben lang. „Ich finde ihn cool – vor allem die Zöpfe in seinem Bart.“ Deshalb hatte sie Vertrauen zu ihm, sich für ein Bauchnabel-Piercing beraten zu lassen. „Er kann so gut erklären“, schwärmt sie. Ihr Vater Stefan wiederum erklärt Bartel, dass er zunächst skeptisch war, dann aber sein Einverständnis für das Piercing gegeben hat. Auch der 49-Jährige ist angetan von seinem Nachbarn: „Ein lebenslustiger, extravaganter Typ, der immer freundlich grüßt.“

Ronny ist bei den Interviews mit den Nachbarn nicht dabei und erfährt erst von Peter Bartel, dass er „charmant“ sei. Er lacht und nimmt sich selbst auf die Schippe: „Große Klappe und weiches Herz.“ Dann erzählt der Tätowierer von seinen Hobbys, dem Fotografieren und Angeln. Über Letzteres freut sich Bartel, der selbst ein Buch übers Angeln geschrieben hat. Nur Fisch essen, dass mag er nicht, verrät ihm dann Ronny. Thema ist auch das Tätowieren. „Ich wusste eigentlich gar nicht, dass ich das kann.“ Zuerst habe seine Frau Silke es gelernt, dann er.

Peter Bartel erlebt mit, wie ein sichtlich älterer Herr hereinkommt und darum bittet, dass ihm Ronny ein Tattoo mit dem Konterfei seiner Frau macht. Normalerweise lehnt Ronny dies ab mit der Begründung: „Beziehungen sind vergänglich.“ Doch der Kunde ist in einem so hohen Alter, dass Ronny diesmal nicht nein sagt.

Namen lehnt er genauso ab wie Verfassungswidriges, am liebsten sind ihm Motive von Drachen. Wichtig für Ronny: Es muss auch ihm Freude machen. „Ich bin immer mit 150 Prozent bei der Sache.“

Und damit Peter Bartel noch einen O-Ton von der Arbeit bekommt, wirft Ronny die Maschine an, in der die Tätowiernadel steckt. Es surrt ganz leise ins Mikro. Um sie herum wird es ganz leise, bis Ronny wieder „charmant“ lacht.  

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