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Obsternte : Tonnenweise Äpfel zu Most verarbeitet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die „Deutsche Eiche“ in Burg gehört zu den wenigen Mostereien im Land. Dort hat jetzt die Saison für die Erzeugung von Apfelsaft begonnen.

Seit Donnerstag ist der Luftkurort wieder Ziel von Liebhabern frischgepressten Apfelmosts. Von Flensburg bis Winsen-Luhe kommen die Stammkunden der Burger Süßmosterei ,,Deutsche Eiche“. Die gibt es seit 75 Jahren, Frank (55) und Birgit Schmidt (53), die im Jahr 2000 das Geschäft in dritter Generation übernahmen, werden bis Ende Oktober alle Hände voll zu tun haben, denn 2014 ist ein gutes Apfeljahr.

,,Unser Start mit 15 Tonnen am ersten Tag war super“', freut sich Frank Schmidt. Er ist für die Produktion zuständig, Ehefrau Birgit für den Verkauf. 2013 war ein schlechtes Obstjahr, da dauerte es eine Woche, bis die gleiche Menge Äpfel zusammengekommen war. ,,Wenn der erste Tag schon so aussieht, kann man schon mal einen Luftsprung machen. Ich bin zufrieden“, blickt Frank Schmidt angesichts des gelungenen Saisonauftakts positiv in die nähere Zukunft, denn sein Most ist gefragt.

,,Wir mosten nur für Privatkunden“, umreißt Schmidt seinen Kundenstamm. Manche kommen mit einer Wanne voller Äpfel, andere fahren gleich mit einem voll beladenen Anhänger vor. Die Äpfel gelangen direkt in den Bunker zur ersten Waschung. Unmengen von Wasser aus dem eigenen Brunnen kommen hier zum Einsatz. Nach der Waschung wird der Saft aus den Äpfeln heraus gepresst. Ein Sieb sorgt für eine letzte Reinigung, die Erhitzung des Saftes für jahrelange Haltbarkeit.

Jeder Anlieferer bekommt einen Zettel mit dem Wiegeergebnis seiner Lieferung. Für 50 Kilo Äpfel gibt es 40 Flaschen a 0,7 Liter zum Preis von 70 Cent anstatt 1,10 Euro, die eine Flasche Most ohne Anlieferung kostet. Dazu kommt das Pfandgeld. Den Saft aus seinen eigenen angelieferten Äpfeln erhält der Kunde nicht. Der Most ist immer ein Gemisch der aktuell von allen Kunden angelieferten Äpfel.

Aus rund 300 Apfelsorten wird im Lauf der Saison Most gepresst. ,,Jeder hat einen anderen Apfelbaum im Garten“, erläutert Schmidt die Vielfalt und empfiehlt für die Ernte: ,,Warten bis die Äpfel reif sind und mit leichtem Schütteln vom Baum fallen.“

Die ,,Deutsche Eiche“ gehört zu einer Handvoll Lohnmostereien im Land, weiß Schmidt. Im Supermarkt findet man den Burger Apfelmost nicht. Dort sorgen die Ukraine-Sanktionen grade dafür, dass die Polen, die ihre Äpfel bisher gen Russland verkauft haben, sich nun gen Westen wenden, was den Preis senkt und die deutschen Apfelbauern unter Druck setzt. Für Schmidt ist das kein Thema.

Wer seine Äpfel in der „Deutschen Eiche“ mosten lässt, will sicher sein, das er den reinen Most bekommt, ohne Zucker oder sonstige Zusätze. So blickt die Burger Süßmosterei gelassen in die Zukunft.

Von Montag bis Freitag ist ab sofort täglich von 9 bis 12 sowie von 14 bis 17 Uhr Annahme. Außerdem am Sonnabend von 9 bis 12 Uhr. Bis Ende Oktober läuft die Saison auf jeden Fall. Kommen danach noch Äpfel rein, kann es auch Mitte November werden mit dem Saisonende.


>Weitere Informationen im Internet unter: www.deutsche-eiche-schmidt.de.

 

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