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Toller Erfolg für Basarkreis: Handarbeiten brachten 4586 Spenden-Euro

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 17:42 Uhr

An jedem Dienstagnachmittag treffen sich die Mitglieder des Basarkreises der Kirchengemeinde Wilster zum gemeinsamen Basteln. Die Handarbeiten werden alljährlich auf dem Adventsbasar im Gemeindehaus verkauft. Die Hälfte des Erlöses fließt Jahr für Jahr in die Unterstützung der Belem-Kindergärten und -Schulen in den Elendsvierteln von Santiago de Chile. Die zweite Hälfte wird zugunsten unterschiedlicher Einrichtungen in der Kirchengemeinde Wilster gespendet.

„Es gibt zwei Termine im Laufe des Jahres, auf die ich mich besonders freue. Das sind der eigentliche Basar Ende November und die Geldübergabe wie heute“, sagte Antje Osenger als Leiterin des Basarkreises. Sie zeigte sich stolz, dass man für den Adventsbasar des letzten Jahres nur wenige Ausgaben habe bestreiten müssen. Das habe zu dem erfreulich hohen Ertrag von 4586 Euro geführt.

Die Hälfte in Höhe von 2293 Euro übergab Antje Osenger an Selma Steenbuck, die selbst gemeinsam mit ihrem Ehemann Pastor em. Karl-Wilhelm Steenbuck mehrere Jahre in Chile gelebt und gearbeitet hat. Das Geld, so sagte Frau Steenbuck, werde für eine Erweiterung des Schulgebäudes in Santiago fließen. Hier werden 450 Kinder unterrichtet – und immer stünden noch viele Kinder auf der Straße, die auf eine Aufnahme in die Schule warteten. Selma Steenbuck erzählte weiter, das gegenwärtig drei junge Deutsche ihr freiwilliges soziales Jahr in Santiago ableisten. „Man lernt, sehr bescheiden zu werden“, dankte sie allen Menschen, die im Basarkreis für den Adventsbasar gebastelt hätten.

Die zweite Hälfte des Erlöses ging einerseits an die Jugendarbeit der Kirchengemeinde Wilster sowie an die Jugendfeuerwehr Wilster. Jugendmitarbeiter Timo Milewski kündigte an, dass die 1146 Euro in eine Jugendfreizeit investiert werden, zu der er mit 15 Jugendlichen ab 16 Jahren schon am 9. April nach Prag aufbrechen werde. Die Gruppe, deren Teilnehmerpreis durch diese Spende in tragbaren Grenzen habe gehalten werden können, werde in der tschechischen Hauptstadt die Spuren jüdischen Lebens kennenlernen, habe Prag doch früher ein großes jüdisches Viertel gehabt. Ein Besuch sei auch im ehemaligen KZ Theresienstadt geplant.

Die Jugendfeuerwehr Wilster, für die die stellvertretende Jugendwartin Kathrin Gluth sowie die Jugendlichen Philipp Zeidler und Juri Radtke die Geldspende entgegennahmen, will mit dem Geld einen Teil des geplanten kreisweiten Jugend-Pfingstzeltlagers finanzieren und den Rest in eine eigene Ferienaktion im Jahr 2016 stecken.

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