Keramik in kellinghusen : Töpfermarkt trotzt Wind und Regen

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70 Aussteller und tausende Besucher waren bei der 31. Auflage der Veranstaltung in Kellinghusen.

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13. August 2018, 08:00 Uhr

Wechselhaftes Wetter, das zum Ende hin aber besser wurde, bestimmte den Töpfermarkt am Wochenende in Kellinghusen. Bei Regen und Wind mussten die Aussteller vor allem am ersten Tag aufpassen, dass ihnen nicht gleich ihr Stand wegflog oder unter im Wasser versank. Trotz der widrigen Bedingungen lockte das Angebot jedoch wieder tausende Besucher in die Störstadt.

Zum siebten Mal vom KCK („Keramik Centrum Kellinghusen“) und zum 31. Mal insgesamt ausgerichtet, boten mehr als 70 von einer Fachjury ausgewählte Keramiker aus ganz Deutschland und den Niederlanden ihre Produkte an. Daneben gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm – von der offenen Werkstatt, Mitmachaktionen, Tonziegel-Verkauf über Vorführung der Fayencemalerei bis hin zur historischen Stadtführung.

Besonders am ersten Tag stellten die Witterungsbedingungen hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Keramikerin Caroline Bohlmann aus Eschwege nahm es aber locker: „Mittags wurden wir hier getauft, aber die Norddeutschen sind geübt mit dem Wetter“, stellte sie fest.

Friederike Karsten aus Nahe (Kreis Segeberg), die Gebrauchsgeschirr und Steinzeug für Haus und Garten verkaufte, sagte mit einem Lachen: „Das ist ja ganz schön feucht-fröhlich hier.“ Aber: „Kollegen und Publikum passen zusammen, es hat mir gut gefallen hier.“

Die große Auswahl auf hohem Niveau schätzten die Besucher. So waren Klaus und Ute Gülling aus Wrist auf der Suche nach Teeschalen als Geschenk für die Schwiegertochter am Stand von Ursula Dohrmann aus Fulda fündig geworden. „Wir sind jedes Mal hier und finden immer das Passende“, so Ute Gülling. Keramikerin Katrin Schober, deren farbige Schalen in Form von Männer- und Frauenfiguren aus Werkstattzeichnungen ihrer Initialen entstanden, stellte erfreut fest: „Trotz des Wetters läuft das Gebrauchsgeschirr am besten.“

Unterstützung von ihrer Tochter Nila (7) erhielt die Gestalterin Andrea Marjanowic aus Barmstedt, die Vasen mit Motiven von weiblichen Gesichtern verkaufte, die mal gelangweilt, mal glücklich, mal ärgerlich aussahen. „Für so schlechtes Wetter waren es viele interessante Besucher, die sich die Laune nicht verhageln ließen“, sagte sie.

Voll im Wind blähten sich unterdessen die Segel aus Ton der Schiffe für die Bepflanzung im Garten von Michael Kalz aus Jübek. Auch er segelte beim Verkauf hart am Wind: „Ich musste mich nach dem Regen einmal komplett umziehen.“

Organisator Michael Gatke war ebenfalls zufrieden. „Zum Glück sind keine Stände weg geflogen, und alle haben gut verkauft.“

Schließlich galt das auch für den zweiten Tag, was schon am ersten stimmte und Keramikerin Silke Ullrich aus Herzogenrath bei Aachen gelassen aussprach: „Sobald der Regen weg ist, sind die Leute wieder da.“

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