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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 03:54 Uhr

Natur : Tödliche Fallen für Damwild

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steinburgs Jäger rufen Nutzer von Weiden auf, auch in Herbst und Winter die Einfriedungen zu kontrollierten.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2014 | 16:19 Uhr

Es ist ein trauriger Anblick, der sich den herbeigerufenen Jägern der Jagdgemeinschaft Christinental bot. Ein Damhirsch hatte sich an einem Weißdornbusch verfangen. Schuld daran sind etliche Meter Elektrolitze, zwei Steckpfähle, ein Torgriff und Äste, die sich der Hirsch um sein Haupt und Geweih gewickelt hatte. Aufgrund der örtlichen Begebenheiten war klar, das der Hirsch hier bereits über Stunden um sein Leben gekämpft und versucht hatte, sich aus der Misere zu befreien.

Gerade die Zeit im Herbst und Winter ist für die Wildtiere eine gefährliche Zeit. Die Pferde kommen in den Stall und die Sommerweiden sind verlassen und werden nicht mehr kontrolliert. Den Elektrozäunen wird der Strom abgestellt, und diese hängen lose durch. Gerade jungen Hirschen wird so etwas häufig zum Verhängnis. Sie spielen mit den Zäunen, verheddern sich und hängen fest. Wenn dies nicht bemerkt wird, oder das Tier sich nicht selbst befreien kann, stirbt es einen qualvollen Hungertod. In diesem Fall hatte sich der Hirsch wahrscheinlich zunächst selbst befreien können und verfing sich erst zu einem späteren Zeitpunkt im Weißdorn. Der Hirsch konnte aufgrund der Massen an Drähten nicht befreit werden und musste erlöst werden. Dabei hatte der etwa dreijährige Damhirsch sein Leben noch vor sich.

Die Steinburger Kreisjägerschaft appelliert daher an die Weidenutzer, auch in Wintermonaten die Einfriedigungen zu kontrollieren. Litzenzaun sollte abgenommen und auf den Boden gelegt werden. Auf keinen Fall sollten sie im Knick liegen bleiben.

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