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Gewerkschaften : Tobias Klaassen Steinburgs neuer DGB-Chef

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vorstandswahlen bei den Steinburger Gewerkschaften: Die Schließung der Prinovis-Druckerei in Itzehoe und die Betriebsratswahlen 2014 bilden die Schwerpunkte der Arbeit.

Der DGB in Steinburg hat einen neuen Vorsitzenden. Einstimmig wählten die Delegierten der acht Gewerkschaften, die im Deutschen Gewerkschaftsbund organisiert sind, Tobias Klaassen zu ihrem neuen Vorsitzenden. Klaassen ist Mitglied der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und Betriebsratsvorsitzender beim Pharmaunternehmen Pohl-Boskamp. Seine Stellvertreterin ist Astrid Thie von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Personalratsvorsitzende der Stadt Itzehoe.

„Ich freue mich sehr auf meine neue ehrenamtliche Aufgabe als DGB-Kreisvorsitzender“, so Tobias Klaassen, „der neue Kreisvorstand hat sich auch schon einiges vorgenommen. So stehen im nächsten Jahr die Betriebsratswahlen an, und im Kreis Steinburg gibt es leider noch zu viele Betriebe ohne Mitbestimmung der Beschäftigten.“ Arbeitnehmervertretungen können betriebliche Abläufe mitgestalten und vertreten die Interessen der Beschäftigten gegenüber den Arbeitgebern. So überwacht ein Betriebsrat die Einhaltung von Gesetzen und Tarifverträgen, hat bei Kündigungen und Betriebsänderungen ein Mitspracherecht und kann bei Arbeitszeit, Urlaub, Kurzarbeit und Sozialplänen mitbestimmen. Betriebliche Prozesse werden dadurch transparent und nachvollziehbar.

Mitbestimmungsrechte beinhalten aber auch Verpflichtungen der Betriebsräte: Sie dürfen sich nicht beim ersten Gegenwind durch die Arbeitgeberseite zurückziehen, auch wenn der Druck manchmal schwer auf den Einzelnen lastet. „Die betrieblichen Mitbestimmungsrechte sind eine historische Errungenschaft, der wir uns im positivsten Sinne verpflichtet fühlen und die es immer wieder neu zu entdecken gilt“, so Klaassen.

Und Astrid Thie ergänzt: „Selbstverständlich wird sich der DGB-Kreisvorstand auch weiter mit um die Kollegen und Kolleginnen kümmern, die von der dramatischen Schließung der Großdruckerei Prinovis in 2014 betroffen sind. Wie können die arbeitslos werdenden KollegInnen unterstützt werden, was wird künftig auf der Fläche mit welchen Auswirkungen für die Region stattfinden, welche Initiativen sind auch weiterhin nötig, um das Unternehmen an den Auswirkungen durch die Werksschließung zu beteiligen? All das sind Fragen, die uns beschäftigen werden.“

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erstellt am 19.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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