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in der Bücherei : Tierische Ausstellung zum Mitmachen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Um „Vische, Fögel und das Mehr“ geht es in einer Ausstellung in der Stadtbibliothek Itzehoe.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Fische, deren Oberfläche golden glitzert, Vögel, deren Gefieder silbrig glänzt, eine Auswahl aus Fundstücken an Steinen und ein Suchspiel für die Besucher – in der Stadtbibliothek Itzehoe bietet die Ausstellung mit dem kunterbunten Titel „Vische, Fögel und das Mehr“ Kreatives zum Mitmachen.

Holger Schada von Borzyskowski (63), stellvertretender Schulleiter der Wolfgang-Borchert-Regionalschule, hat seinem kreativen Schaffen nicht nur in den Werken, sondern auch in der Konzeption der Ausstellung freien Lauf gelassen. Noch bis Ende Juni sind 20 Werke und einige Steine („Suiseki“) zu sehen.

Die Arbeiten seien das Ergebnis einer jahrzehntelangen Entwicklung, in der er sich nicht nur um das Malen der Bilder, sondern auch deren Präsentation kreative Gedanken gemacht habe, so Schada. Er habe nie das Malen gelernt, „aber das Hinsehen“. Alle Bilder habe er mit einem „Colour Shaper“, einem Pinsel ohne Haare, gemalt, alle Rahmen selbst gebaut– aus Buchen- und Ebenholz, die Leisten aufgeklebt.
In Hamburg im Museum kopierte der 63-Jährige chinesische Bilder. Als er schon Lehrer in Itzehoe war, unternahm Schada eine Reise nach Indonesien und machte dort Fotos von Fischen, die in Reih und Glied zum Trocknen in der Sonne lagen. „Da habe ich mir gedacht, das könnte man auch malen. Das Bild hängt hier.“ Oder das Gemälde einer geräucherten Forelle auf einem alten Türblatt, die er mit Blattgold versah. „Das Bild hängt im Wohnzimmer. Im Sonnenlicht des Tages glänzt die Oberfläche täuschend echt.“

Er hat mittlerweile alle Sorten von Räucherfisch gegessen – und gemalt. Und es geht bei ihm in der Tierwelt weiter. „Ich bin von Fischen zu Vögeln gekommen.“ So hat er Saat- und Rabenkrähen gemalt und versilbert, das Gefieder aus Eierschalensplittern zusammengesetzt. Das Bild beklebte Schada zur Grundierung mit Backpapier und versah es mit Specksteinplatten auf den Ecken. „Jetzt ist es richtig schwer.“

In einer Vitrine zeigt er außerdem eine Auswahl an Steinen, chinesisch „Suiseki“, die er mit der Zeit aufsammelte. „Sie werden dadurch zu etwas ganz anderem, erhalten eine besondere Qualität.“

Das Publikum soll in der Ausstellung mitarbeiten. „Werk-Steckbriefe“ sind ausgelegt, die die Bilder beschreiben, aber nicht zuordnen. „Sie sollen nun überlegen, welches Bild was ist.“

Als Pädagoge hat Schada für sein Publikum außerdem „Arbeitsblätter“ auf drei verschiedenen Niveaustufen hergestellt. Auf der ersten Stufe sollen sie eintragen, welches Bild ihnen gefällt, auf der zweiten die auf dem Bogen beschriebenen Bilder gemäß ihrem Titel zuordnen auf der dritten selbst etwas malen. Und sie können sich hinterher noch ins Gästebuch eintragen. Zudem gilt: „Stimmt der Preis, sind die Bilder auch zu erwerben.“

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