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Wenzel-Hablik-Museum : Tierbilder eines genialen Künstlers

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

50 Werke – ein Thema: Unter dem Motto „Habliks Tierwelt“ stellt das Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe unterschiedliche Techniken des Künstlers vor.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2013 | 19:15 Uhr

„Schaffende Kräfte“ hieß der erste Radierzyklus von Wenzel Hablik. Präsentiert in Berlin neben Werken von Picasso, Kandinsky oder Gaugin, rückte er den Wahl-Itzehoer vor 100 Jahren in die internationale Künstlerriege. Einige Drucke aus diesem berühmten Zyklus sind in der jetzt eröffneten Ausstellung im Wenzel-Hablik-Museum zu sehen, in der es um Tierdarstellungen in Habliks Gesamtwerk geht.

50 sorgsam ausgesuchte Beispiele zu „Habliks Tierwelt“ hat Nina Berberich, wissenschaftliche Volontärin am Museum, in ihrer Abschlussausstellung zusammengetragen. In der gut besuchten Eröffnung führte sie in das Thema ein, begleitet durch Grußworte von Museumsleiterin Katrin Maibaum und Landrat Torsten Wendt sowie Gitarrenmusik von Jan Salander.

In der Ausstellung finden sich viele Beispiele unterschiedlicher Techniken und ihrer Besonderheiten. Neben mehreren Radierungen und
Blei- bzw. Buntstiftzeichnungen hängen im Hauptraum imposant-großformatige Blätter mit schweren schwarzen Rahmen: In exotischen Landschaften tollen Affenhorden umher, schwarz-weiß gemalt in der Nass-in-Nass-Technik, die ein schnelles, „kaltblütiges“ (Zitat Hablik) Arbeiten erzwingt und mit unvorhersehbaren Farbverläufen die Fantasie besonders herausfordert. „Ich ruhe dabei aus – spiele mit dem Zufall“, wie der Künstler zu dieser Prozedur im Ausstellungskatalog zitiert wird. Auch einige Stoffentwürfe mit Tiermotiven sind ausgestellt, die durch die Zusammenarbeit mit seiner Frau Elisabeth Lindemann und ihrer Weberei entstanden.

Hatte sich Hablik anfangs noch sehr stark an der naturgetreuen Wiedergabe orientiert (schön zu sehen in seinen Vogelstudien, Raum 1), schöpfte er mit den Jahren immer mehr auch aus seinem verinnerlichten Formen -und Ideenfundus. Ein genialer Künstler voller spielerischer Leichtigkeit und unbekümmerter Schaffensfreude, zu finden unter anderem in den Zirkusbildern im Treppenhaus.

„Habliks Tierwelt. Vom Bild bis zur Figur“ läuft im Wenzel-Hablik-Museum bis zum 3. November. Der Katalog mit 48 Seiten kostet 10 Euro. Neben öffentlichen Führungen (19. September und 3. November) bietet das Museum folgende Veranstaltungen an: Kindermalkurs am Sonnabend, 21. September, Yoga im Museum am 19. Oktober und Zeichen-Workshop für Erwachsene am 24. Oktober.



>Infos unter www.wenzel-hablik.de. Museum geöffnet Dienstag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, Sonnabend 14 bis 18 Uhr sowie Sonntag 11 bis 18 Uhr.

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