Tournee : Tiefer Einblick ins amerikanische Leben

Auf Tournee in den USA: Kristina Boneß, Marleen Dölling und André de Souza (v.l.) in ihren Kostümen mit der Gastfamilie.
Auf Tournee in den USA: Kristina Boneß, Marleen Dölling und André de Souza (v.l.) in ihren Kostümen mit der Gastfamilie.

Begeistertes Publikum und Marshmallows im Salat: Die Erlebnisse der Theatergruppe der KKS bei ihrer USA-Tour.

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30. Juli 2014, 05:00 Uhr

Die Theatergruppe der Kaiser-Karl-
Schule ist mit ihrem englischen Stück
„A Midsummernight’s Dream“ auf
Tournee in den USA. Die Ensemble-
Mitglieder Kirsten Wehr und
Caroline Gahrmann berichten
für unsere Zeitung von der Reise.

Neues Spiel, neues Glück! Diesmal auf großer Highschool-Bühne in Oconomowac, Wisconsin. Wir waren erstaunt, wie groß und gut ausgestattet die Bühne war und fühlten uns an unseren Heimspielort Itzehoe erinnert. Tatsächlich war die Ausstattung jedoch so gut, dass die Arbeiten an den Lichteinstellungen den ganzen Tag dauerten, sodass wir ohne das gewohnte Proben in das Stück gehen mussten. Die Aufregung war deshalb besonders groß.

Doch ein Jahr voll sonnabendlicher Probe hinterlässt seine Spuren, und zu unserer Freude lief alles reibungslos ab. Das lag sicher auch am Publikum, das mit 150 Zuschauern etwas kleiner war, uns aber dafür umso lauter seine Begeisterung spüren ließ. Wir waren überrascht und überglücklich, als wir mit Standing Ovations belohnt wurden. Wieder einmal fühlten wir uns sehr willkommen und geborgen.

Vor allem nach der neunstündigen Busfahrt von Michigan nach Wisconsin tat diese Gastfreundschaft (und ein weiches Bett) sehr gut. Viel Zeit für Schlaf blieb nicht, was uns aber nicht weiter störte, da uns dafür wieder einmal viel Neues von Amerika gezeigt wurde, wie das nicht weit entfernte Milwaukee. Außerdem konnten einige auch einen Einblick in das amerikanische Bild der Deutschen gewinnen: Auf dem Germanfest, das mit Bratwurst, Lederhosen und Volksmusik alle gängigen Stereotypen bediente. Im Gegenzug sahen auch wir einige Vorurteile bestätigt, als wir Marshmallows in unserem Salat fanden.

Neben dem Essen ist es die Offenheit und Freundlichkeit der Amerikaner, die uns am meisten auffällt. Sowieso sind wir uns alle einig, dass dieser Kulturaustausch einen einzigartigen und besonders tiefen Eindruck vom amerikanischen Lebensstil gibt. Anders als beim „einfachen“ Reisen sind wir mittendrin und lernen viele Amerikaner kennen. Langeweile herrscht nie, der Tag ist mit Abwechslung gefüllt – von Jetski fahren über Museumsbesuche bis zu Gesprächen beim abendlichen Barbecue.

Daher flog die erste Woche nur so vorbei und wir wünschten, diese Reise würde ewig dauern. Bei einer ersten Tour-Besprechung hat Mitfahrerin Anna Kanehls (24) es sehr gut zusammengefasst: „Einfach nur Daumen hoch!“

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