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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 14:40 Uhr

Tiefe Einblicke in die Welt der Medikamente

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Angehende Krankenpfleger und - schwestern besuchten Hohenlockstedter Pharmaunternehmen

Hygiene spielt in ihrer schulischen Ausbildung und ihren künftigen Einsatzgebieten eine entscheidende Rolle. Daher war das Anlegen der Schutzkleidung – inklusive Barthaube – und das Desinfizieren der Hände keine große Sache für die 32 angehenden Krankenpfleger und -schwestern aus Itzehoe. Doch darüber hinaus sammelte die Klasse 04/14 der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Klinikum Itzehoe beim Pharmaunternehmen Pohl-Boskamp in Hohenlockstedt viele neue Eindrücke. Sie besuchte die Firma im Rahmen des Projektes Zeitung in der Schule (Zisch).

Klassenlehrerin Regine Kracht ist zufrieden mit ihren Schülern, die ihre meist dreijährige duale Ausbildung erst im April begonnen haben. Schon jetzt hätten sich die Männer und Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Berufsbereichen oder auch frisch von der Schule kommen, zu einer Gemeinschaft zusammengefügt – obwohl sie beim Alter teilweise weit auseinanderliegen. Die jüngste Teilnehmerin ist 16, die älteste 55 Jahre alt. Den Zeitpunkt für den Besuch beim Steinburger Arzneimittelhersteller findet sie optimal: „Sie können daraus noch gut was mitnehmen!“

Rüdiger Pohlmann, Leiter Social Management bei Pohl-Boskamp, liefert den Gästen zunächst einen Überblick über die weltweiten Aktivitäten des mittlerweile 600 Mitarbeiter starken Unternehmens mit Standorten in Hohenlockstedt und Dägeling. Viele Schüler kennen Produkte wie Gelomyrtol und Nitrolingual bereits aus dem privaten Umfeld. Für die jüngsten Erfolgsschlagzeilen sorgt die Halstablette GeloRevoice, die in einer neuen vollautomatischen Tablettier- und Verpackungsanlage hergestellt wird. Ein intensiver Früchteduft empfängt die Krankenpflegeschüler beim Rundgang durch die neue Anlage. Gerade werden dort Tabletten der Geschmacksrichtung „Cassis menthol“ hergestellt, in Röhrchen abgefüllt und versandfertig gemacht. Derzeit laufen täglich eine Million GeloRevoice-Tabletten vom Band der Hochleistungs-Produktionslinie, die von der hausinternen Abteilung für Maschinenentwicklung konstruiert wurde.

Weitere Einblicke in den Alltag bei Pohl-Boskamp gibt es im Forschungs- und Entwicklungs-Labor, durch das Rolf Grotelüschen die Gäste führt. Während die Außentemperatur immer weiter nach oben klettert, lässt es sich dort bei konstanten 20 bis 23 Grad angenehm arbeiten. Allerdings, so Grotelüschen, sei dieser Umstand vor allem den wertvollen Messgeräten geschuldet, die auf 20 Grad Celsius geeicht seien und bei höheren Werten keine verlässlichen Ergebnisse mehr lieferten. Darüber hinaus werde sieben Mal pro Stunde die Raumluft im Labor ausgetauscht.
Seine Kollegin Sonja Riedel aus der Mikrobiologie klärt die Besucher über weitere Hygienemaßnahmen auf. So würden nicht nur Wasser, Rohstoffe und Endprodukte ständig auf Keime überprüft. Auch jeder Mitarbeiter muss sich einmal im Monat einer Untersuchung unterziehen. Das sei für alle selbstverständlich, betont Grotelüschen. Denn: „Hygiene funktioniert nur, wenn das ganze Team mitmacht!“

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erstellt am 22.Mai.2014 | 10:54 Uhr

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