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Norddeutsche Rundschau

17. November 2017 | 22:34 Uhr

Theater-Wettstreit in der Gemeinschaftsschule

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 25.Jun.2017 | 14:17 Uhr

Die Schreckensvorstellung für jeden Theaterspieler: auf der Bühne zu stehen und nicht mehr weiter zu wissen. Text vergessen, Handlung nicht mehr parat – was tun? Um derartige Situationen mit Souveränität meistern zu können, haben zwei Theaterkurse an der in der Gemeinschaftsschule (GMS) Kellinghusen den Ernstfall geprobt: Einen Abend lang machten sie Improvisationstheater und übten, ohne Text auf der Bühne zu stehen und trotzdem eine gute Figur zu machen. „Das ist ein gutes Training für Theaterstücke“, sagte Leiterin und Lehrerin Christine Böteführ.

70 Zuschauer – Schüler, Eltern, Lehrer und Freunde – waren begeistert und wurden sogar in das Geschehen mit einbezogen - als Jury. Denn die Schüler aus der neunten Klasse aus dem Kurs „Darstellen und Gestalten“ traten in einem Theater-Battle gegen den Kurs „Darstellendes Spiel“ aus dem zwölften Jahrgang an. Das Publikum durfte in den einzelnen Runden durch das Hochhalten entsprechend farbiger Karten entscheiden, wer diese gewonnen hatte.

Die Aufgaben waren nicht einfach. Moderiert von Sarah Schulz (9. Klasse) und Markus Scheel (12. Jahrgang), wurden in den verschiedenen „Formaten“ Situationen vorgegeben, in denen die Schüler spontan bestimmte Themen umsetzen mussten, die ihnen auch vom Publikum zugerufen werden konnten. So mussten im „Stopptheater“ zwei von ihnen improvisieren, bis „Stopp“ gerufen wurde. Dann stieg ein dritter in die Szene ein und ersetzte einen der beiden anderen und spielte die Szene weiter. Außerdem sollten sie dieselbe Szene in einem anderen Genre wie „Science Fiction“ oder „Horror“ und „Musical“ spielen. Was dabei heraus kam, hatte teils den Charakter von slapstickartigen Dialogen, wirkte mit fortlaufender Dauer aber auch immer souveräner.

Insgesamt acht Wettkämpfe machten das Geschehen zu einem abendfüllenden Programm, das an die Nachwuchsschauspieler hohe Anforderungen stellte. Hannah Lange stellte fest: „Das ist ganz anders, als wenn man etwas spielt, was man eingeübt hat. Lange vorbereiten geht nicht.“ Denn: „Man muss schnell eine Idee finden und offen sein für andere Lösungen“, beschrieb Lilly Leistner die Herausforderungen. Nina Krügers Rezept: „Man darf nicht lange stehen, sondern muss seine Gedanken gleich in die Tat umsetzen. Gar nicht so wichtig war es dann, dass letztlich der zwölfte Jahrgang den Wettbewerb knapp gewann.

Nach vielen Lachern und langem Applaus durch das Publikum und einer Tortenschlacht zum Schluss beim „Armtheater“ war auch Kurs-Leiterin und Lehrerin Christine Böteführ vom Erfolg überzeugt. „Ich bin zufrieden. Sie setzten alles sehr gut um. Solange das Publikum sich amüsiert, ist alles gut.“





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