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hohe fixkosten : Theater weiter in der Minus-Falle

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mehr als zwei Millionen Euro schießt die Stadt Itzehoe beim Theaterbetrieb zu. Wegen der Struktur ist das nicht zu verhindern. Geforderte Kostendeckungsgrade sind unerreichbar.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 12:00 Uhr

49 767 Besucher kamen im Jahr 2012 ins theater itzehoe. Ein Plus von 284 gegenüber dem Vorjahr bei 13 Veranstaltungen weniger, insgesamt 109. Doch der Betriebsverlust wuchs weiter leicht auf 2,26 Millionen Euro. Das ergab die Jahresrechnung, die Theater-Verwaltungsleiter Hans-Peter Mühle im Schul- und Kulturausschuss vorlegte.

Für die Kulturstätte gelten feste Vorgaben bei den Kostendeckungsgraden, diese rückten aber erneut in noch weitere Ferne als im Jahr zuvor. Und sie seien für das Theater auch nicht zu erreichen, verdeutlichte Mühle und verwies auf steigende Ausgaben für Energie und Personal: „Es ist nicht aufzufangen.“ Er schlug unwidersprochen vor, die Kostendeckungsgrade nur noch nachrichtlich darzustellen.

Der Maßstab für die Effektivität des Theaters solle der Deckungsgrad bei den veranstaltungsbezogenen variablen Kosten sein. Denn nur diese – wie Entgelte und Mieten für die Nutzung oder auch Ausgaben für den Einkauf von Produktionen – könnten wirklich beeinflusst werden. In diesem Bereich sieht es deutlich besser aus: Das Theater erwirtschaftete ein Plus von 62 640 Euro und schaffte damit selbst den von der Politik festgelegten 110-prozentigen Deckungsbeitrag. Ein Teil davon landet im Budget des Theaters, nämlich gut 12 700 Euro.

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