Puppenspiel : Theater in der Backstube

Heldin des Theaterstücks:   Die schlaue Mascha überlistet den Bären, um wieder nach Hause zu kommen.
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Heldin des Theaterstücks: Die schlaue Mascha überlistet den Bären, um wieder nach Hause zu kommen.

Zwischen Knetmaschine und Ofen genießen Glückstädter Kinder “Mascha und der Bär“. Die Theaterimkerei Sanne Weber gastiert in der Bio-Backstube “Moin“.

shz.de von
03. Juni 2014, 17:00 Uhr

Theater an einem ungewöhnlichen Ort: in einer Glückstädter Backstube. „Wir lieben es, Veranstaltungen hier zu haben. Das belebt den Produktionsraum und macht uns viel Spaß“, erklärte Brigitta Sui Dschen Mattke den ungewöhnlichen Aufführungsrahmen für das Puppentheater „Mascha und der Bär“.

Gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Paul Mattke betreibt sie die Bio-Backstube „Moin“ in Glückstadt. Schon seit vielen Jahren organisieren die beiden immer wieder Veranstaltungen, wenn die Produktion ruht, an Wochenenden oder Feiertagen. Eine schöne Tradition ist es für sie geworden, einmal im Jahr auch eine Veranstaltung für Kinder stattfinden zu lassen. In diesem Jahr war die Theaterimkerei Sanne Weber in der großen Backstube zu Gast.

Sandy Sanne und Alexander Weber kommen aus einem Dorf in Mittelsachsen zwischen Leipzig und Dresden. Mit ihrem Puppentheater waren sie vor einiger Zeit auch auf dem Hof Dannwisch aufgetreten. Dort entdeckte sie das Ehepaar Mattke und war von ihrem poesievollen Spiel sofort begeistert.

Darum geht es in der kleinen Theaterproduktion: Mascha lebt mit den Großeltern im Wald. Der Großvater, der mit der Bienenzucht und Honigherstellung den Lebensunterhalt verdient, bietet die Enkelin, die schwärmenden Bienen wieder einzufangen. Mascha gibt sich redlich Mühe, doch im Wald verirrt sie sich und findet schließlich das Haus des Bären Mischka. Müde legt sie sich in dessen Bett und als der Bär aus dem Wald kommt, findet er das schlafende Mädchen. Doch der Bär ist nicht so brummig, wie es anfangs scheint. Er mag Mascha und genießt ihre Gesellschaft. Nur mit einem Trick kann Mascha den Bären schließlich überlisten, um wieder zu den Großeltern nach Hause zu kommen. Doch Mascha vergisst den Bären nicht und belohnt ihn für seine Gastfreundschaft mit einem Topf Honig von Großvaters Bienen.

Mit viel Musik und sehr poetisch erzählte das Paar das russische Märchen mit seinen Puppen. Kleine wie auch große Zuschauer waren ganz gefesselt von dem schönen Stück mit den charaktervollen Puppen.

„Mein Mann liebt die Bienen, ich die Schauspielerei. So kam unsere Theaterimkerei zustande“, erklärte Sandy Sanne. Die Musikalität von Alexander Weber kommt dem Puppentheater dabei zusätzlich zugute. Mit Ziehharmonika und Geige begleitete er das Puppenspiel seiner Frau. Und am Schluss gab es sogar noch die Möglichkeit frischen Honig aus der kleinen Imkerei zu kaufen.



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