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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 08:06 Uhr

Teures Auto für die Wehr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kosten für neues System steigen deutlich

von
erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

Wehrführer Peter Happe ist hart im Nehmen. Doch im Bauausschuss zeigte er sich „erschüttert“. Nicht von einer Politiker-Aussage, nicht von einem Einsatz, sondern vom Ergebnis einer Ausschreibung: Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr sollte weitaus teurer werden als geplant. Die gute Nachricht für die Helfer: Die Politik zieht weiter mit bei der Umsetzung des im Dezember beschlossenen Feuerwehrbedarfsplans.

Dieser hatte unter anderem eine Systemumstellung bei den Fahrzeugen der Feuerwehr vorgeschlagen. Statt der einzelnen Autos wird auf Wechsellader gesetzt, die mit verschiedenen Abrollbehältern bestückt werden können. Als erstes soll ein Container für Wasser und Schaum angeschafft werden. 321 000 Euro stehen zur Verfügung, das Ergebnis der Ausschreibung war dann aber „erschreckend“, so Mandy Zinke aus dem Amt für Bürgerdienste. 467 000 Euro, weil der Container doppelt so teuer war wie kalkuliert. Dafür gab es auch nur einen Anbieter, was Mandy Zinke kurios und unüblich nannte. Es sei schwer, im Vorwege verlässliche Zahlen zu bekommen, sagte Happe – zumal nicht klar sei, ob die Hersteller direkt gefragt werden dürften. Das klärt nun das Rechnungsprüfungsamt.

Trotz der Mehrkosten warben Verwaltung und Wehr für diese Lösung. Denn das Wechsellader-System sei gewollt und in Kooperation mit dem Kreis und Glückstadt geplant. Werde jetzt das Löschfahrzeug ersetzt, sei das für den Moment billiger, in Zukunft aber nicht: „Langfristig sind die Container günstiger“, so Mandy Zinke. Das trug die Politik mit.

Auf Eis gelegt ist ein System mit Kleineinsatzfahrzeugen (KEF): Drei Autos sollen angeschafft werden, mit denen Feuerwehrleute direkt von der Arbeit zum Einsatzort fahren können, um Hilfsfristen zu verkürzen. Doch das funktioniere personell nicht: Diese Kräfte würden für den „ersten Abmarsch“ mit den Großfahrzeugen gebraucht, erläuterte Mandy Zinke. Die Einsatzzeiten hätten sich aber verbessert, wenn es auch zuletzt wieder einen kleinen Einbruch gegeben habe. Die Entwicklung werde weiter beobachtet.

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