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Schlittenhunderennen : Tetzner: Nach Sturz das Aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für den Burger Michael Tetzner ist die Grand Odyssee beendet. Er bricht das Schlittenhunderennen in Frankreich verletzungsbedingt ab.

Es gilt als härtestes Schlittenhunderennen der Welt: die Grande Odyssee in den französischen Alpen. 1200 Kilometer in 14 Tagen – eine enorme Belastung für die Schlittenhundeführer, die so genannten Musher, und ihre Tiere. Am Wochenende ging es los – doch schon hat die Odyssee ihre ersten Opfer gefordert. Der Burger Michael Tetzner musste nach der dritten Etappe verletzungsbedingt aufgeben. Unglücklich war der Weltmeister bereits auf dem ersten Abschnitt bei einer Nachtfahrt gestürzt. Am dritten Morgen traf Tetzner schweren Herzens die Entscheidung und brach das Rennen ab.

Und dabei hatte alles so gut angefangen, wie Tetzner exklusiv für unsere Zeitung berichtet: „Nach der Ankunft am Ski Gebiet Samoens nahe des Mont Blanc gab es eine große Eröffnungsfeier und die Statnummernverlosung. Ich wurde zu unserem Erstaunen auf drei gesetzt.“

Der erste Renntag war dann leider eine Nachtetappe mit waghalsigen Abfahrten auf schwarzen Pisten. Es war eine 55-Kilometer-Etappe. Tetzner: „Auf Platz drei liegend konnte man sich aufgrund fehlender Schilder nicht orientieren, und es ging Richtung Ziel eine sehr gefährliche Abfahrt herunter.“ Und dan passierte es: „Als ich in der Abfahrt einen Eisenpfahl rammte, musste ich das Team loslassen. Anschließend bin ich zwei Kilometer auf dem Rücken liegend die Piste herunter gerauscht.“

Unterwegs lagen etliche Teile von anderen Schlitten. Eine Musherin mit sechs Hunden nahm ihn mit Richtung Ziel. Kurz vor dem Ende hat man seine Hunde eingefangen und er konnte ins Ziel fahren – somit in der Wertung bleiben. Und erreichte Platz sechs.

Die zweite Etappe begann mit einem Aufstieg von 14 Kilometern Länge, sie gilt als einzige Etappe weltweit in dieser Art. „In strömenden Regen musste ich nach der Hälfte der Strecke einen verletzten Hund aufladen und belegte am Ende Platz acht“, berichtet der Burger Musher. Das Wetter wechselte von Regen in starken Schneefall, bis hin zu Eis und Matsch. Und bei der Abfahrt schließlich wieder in strömenden Regen. Tetzner blieb jedoch in der Gesamtwertung auf Platz sechs.

„Am nächsten Morgen wachte ich mit einem geschwollenen Fußgelenk auf, sodass ich leider die Entscheidung treffen musste aufzugeben.“ Ein bitterer Schritt: „Die Hunde waren so gut vorbereitet und wir hatten dank Dr. Hesse keinerlei Ausfälle. Wenn man den inneren Schweinehund besiegt, kann man auch als Norddeutscher im fortgeschrittenen Alter Höchstleistung bringen. Bei allen, die mir die Treue gehalten und online mitgefiebert haben, bedanke ich mich.“

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erstellt am 16.Jan.2014 | 05:07 Uhr

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