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Partywochenende : Testballon für mehr Leben in der Stadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erstmals steigt in Glückstadt eine Großveranstaltung mit 2000 Leuten. Bei Erfolg denkt Veranstalter Henning Plotz über eine Wiederholung nach. Auf der Bühne stehen Lotto-King Karl und De Molenkieker.

Einen „Testballon“ will der Glückstädter Gastronom Henning Plotz mit der Veranstaltung am Wochenende starten. Wenn am Sonnabend Lotto-King Karl mit drei Vorbands auftritt, dann erwartet Veranstalter Plotz 2000 Besucher. Es sei das erste Mal, dass eine Abendveranstaltung dieser Größe in der Elbestadt ausgerichtet werde. Das Ziel des Unternehmers ist es, Glückstadt zu beleben. „Ich möchte, dass Glückstadt auch nach außen als aktive Stadt wahrgenommen wird.“

Aufhänger der großen Nummer ist das 30-jährige Bestehen des heimischen Shanty-Chors, De Molenkieker. Als die Sänger an Plotz herantraten und um Zusammenarbeit bei den Feierlichkeiten baten, dachte der Gastronom sofort: „Das müssen wir groß aufziehen.“ Mit der Yachtwerft Glückstadt fand er einen Partner, der eine große Werks- und Lagerhalle als Veranstaltungsort zur Verfügung stellt. „Wir haben uns verpflichtet gefühlt, etwas für die Stadt Glückstadt zu tun“, sagt Hans-Jürgen Jesse, Geschäftsführer der Werft am Rethövel.

Im Spätsommer ist es ohnehin ziemlich ruhig in seinem Betrieb. Nur einige wenige Boote mussten aus dem Gebäude herausgeschafft werden. Jetzt tut sich dort eine Freifläche von 1800 Quadratmetern auf, auf der bereits alles für das Wochenende vorbereitet wird.

Die Arbeiten rund um Bühne und Technik liegen in der Hand der Hamburger Eventagentur Corinth Entertainment. Drinnen werden mehrere Cocktailbars und Getränkestände aufgebaut, während draußen vor der Halle Essensstände platziert werden. Für Sonntag, wenn den ganzen Tag über ein großes Shanty-Festival stattfindet, stehen 800 Stühle bereit, die in den frühen Morgenstunden schnell aufgestellt werden müssen.

Seit Wochen wirbt Plotz für das Fest mit 200 Plakaten im gesamten Kreis und 60 000 Flyern. Bislang seien etwas über die Hälfte der 2000 Karten verkauft. Aber über die Eintrittsgelder allein könne er die Kosten ohnehin nicht auffangen. Neben seinem eigenen Unternehmen warb Plotz die Volksbank, die Dithmarscher Brauerei und die Stadtwerke als Sponsoren an. Er rechnet mit Ausgaben von 50 000 Euro. Am Ende sei er froh, wenn eine Null unter dem Strich stehe. „Die Veranstaltung ist nicht auf Gewinn kalkuliert. Ich bin sehr dahinter her, dass alle ein tolles Fest haben von den Gästen bis zu den Bandmitgliedern.“

Im Falle eines Erfolgs könne er sich durchaus vorstellen, ein solches Ereignis jährlich in Glückstadt zu etablieren. Weitere Sponsoren stünden in den Startlöchern und Hans-Jürgen Jess würde bezüglich der Werft als Veranstaltungsort „nochmal mit sich reden lassen“.

Das Hauptanliegen von Henning Plotz, Glückstadt attraktiver zu machen, wird seit Jahren auch in der Politik diskutiert. Die bevorstehende Veranstaltung kommentiert der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Dr. Hans-Georg Helm, jedoch mit Zurückhaltung: „Grundsätzlich gilt: Jede Veranstaltung, die Publikum zieht, ist gut für Glückstadt. Aber wir müssen immer Nachhaltigkeit und Langfristigkeit sichern.“ Das Hauptziel müsse eine Belebung der Geschäftswelt sein, diese sei durch das kommende Festereignis nur bedingt gegegeben.

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erstellt am 12.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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