Test für das aktuelle Tourprogramm: Joja Wendt und seine 88 Tasten

Joja Wendt gastierte im Elbeforum. Seine Karriere begann im legendären Rössl.  Foto: sko
Joja Wendt gastierte im Elbeforum. Seine Karriere begann im legendären Rössl. Foto: sko

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03. Mai 2013, 03:59 Uhr

Brunsbüttel | Musikalisches Heimspiel in der Schleusenstadt: Der Hamburger Joja Wendt hatte seine Karriere in der legendären Brunsbütteler Musikkneipe Rössl begonnen. Jetzt machte er auf seiner Frühjahrstour "Mit 88 Tasten um die Welt" wieder in der Schleusenstadt Halt.

"Ich bin endlich wieder mal hier", begrüßte der Star-Pianist die Zuhörer im Elbeforum. Mit den Musikern Thomas Biller am Bass und Schlagzeuger Christoph Buhse wollte er testen, wie das neu arrangierte Programm ankommt. "Wer es in Brunsbüttel schafft, hat weder in New York noch in Tokio Probleme", gab sich Wendt überzeugt.

Die Zuhörer konnten dank einer Tastaturkamera zusehen, wie die Pianisten-Finger über die Tasten glitten - gerade bei den vielen "schwer und sehr schwer zu spielenden Stücken", wie Joja Wendt immer wieder betonte. Er spielte Vivaldis "Vier Jahreszeiten" und Mancinis "Elephant Walk". Mit dem ausbleibenden Zwischenapplaus bei Tarantella und einem vorgegebenen Klatschtempo von 153 machten die Konzertgäste es den Musikern schwer. Doch Joja Wendt liebt die Herausforderung und ließ die Zuhörer die Nationalhymne rückwärts singen. "When The Saints Go Marching In - When The Wendt Begins To Play", "Sunny Side Of The Street" und "Guantanamera" (Brunsbütteler sind für Wendt die Südamerikaner Deutschlands) - das Publikum zeigte sich auch hierbei textsicher. Eine Wendt-Version von "The Wanderer" und "Fiddle Faddle" von Leroy Anderson bildeten das Konzert ende, bevor noch das Schlaflied der Familie Wendt ertönte.

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