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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 04:37 Uhr

Forderung : Tempo 20 am Rathaus?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tempo 20 ist genug. So will es die Freie Wählervereinigung Krempe für die Rathausstraße. Alle anderen waren skeptisch.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Geht es nach den Freien Wählern Krempe (FWK), soll möglichst bald schon für die Rathausstraße eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 20 Stundenkilometern gelten. Außerdem fordern die FWK als Sofortmaßnahme, den Birkenweg als Einbahnstraße auszuweisen. „Hier mit 57 Stundenkilometer durchzufahren, das kann nicht sein“, sagte FWK-Mitglied Volker Musial während der Sitzung des Ausschusses für Bau, Verkehr und Infrastruktur. Er kritisierte zudem, dass die „Verkehrsüberwachung in diesem Ort sehr schlecht ist“.

Ob die gewünschten Verkehrsberuhigungen tatsächlich kommen werden, ist jedoch keinesfalls sicher. Eine Langzeitmessung hat ergeben, dass im 30-Kilometer-Bereich des Birkenwegs gut 20 Prozent der insgesamt gemessenen 1568 Fahrzeugen zu schnell unterwegs waren, der Rekordwert lag bei 57 Stundenkilometern. Der größte Teil der Verkehrsteilnehmer fährt nach Ansicht des Ordnungsamtes jedoch mit „angemessener und akzeptabler Geschwindigkeit“. Und in der Rathausstraße ist laut Ordnungsamt der Fußgängerverkehr „übersichtlich“, eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 20 Stundenkilometer somit unrealistisch. Mehrheitlich empfiehlt der Bauausschuss der am 24. September tagenden Ratsversammlung die Bildung eines Ausschusses, der sich mit dem Thema weiter beschäftigen soll. Während einer Bürgerversammlung soll außerdem über ein Gesamtkonzept zur Verkehrsberuhigung in Krempe diskutiert werden.

Weiter voran geht es mit der Sanierung des Kremper Kanalnetzes. Im Bereich Peerkoppel/Reetmoor sollen die Baumaßnahmen „noch dieses Jahr fertig werden“, sagte Henric Adomeit von der Ingenieur-Gesellschaft Steinburg (IGS). Dagegen fehle am Krempermarschwall noch die Kanalquerung zum Norderwall. Die Pflasterarbeiten sollen Mitte September beginnen. Im Königsweg stehen noch die Sanierung von rund 25 Meter Schmutzwasserkanal und etwa 35 Meter Regenwasserkanal aus. Der Lückenschluss von Königsweg bis zum Klärwerk soll über eine Schmutzwasserdruckrohrleitung erfolgen, die etwa 120 000 Euro kostet. Für eine Freigefälle-Leitung wären 400 000 Euro fällig gewesen.



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