zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

17. Dezember 2017 | 01:42 Uhr

Teilhabe auf allen Ebenen

vom

Projektwerkstatt Inklusion organisiert Vortrag und Workshop am 13. Juni

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Inklusion. Wie geht das konkret? Und vor allem: Wie geht es in Itzehoe konkret? Damit befassen sich ein Vortrag und ein Workshop im Kreistagssaal am Montag, 13. Juni.

Organisator ist die Projektwerkstatt Inklusion, die aus der Bildungskonferenz 2011 entstanden ist. Während die anderen dort gestarteten Gruppen eingeschlafen sind, hat die Projektwerkstatt schon zwei gut besuchte Veranstaltungen organisiert, trifft sich monatlich und ist deutlich gewachsen, freut sich Antje Hachenberg vom Elternverein der Lebenshilfe. Auch die Diakonie, die Kirche, der Verein Kopf hoch und die Fehrs-Schule gehören zu den Beteiligten. "Es kann jederzeit jeder dazu kommen", sagt Antje Hachenberg.

Das gilt auch für den ersten Teil der Veranstaltung "Stadt - Vielfalt - Inklusion" am 13. Juni von 10 bis 12.30 Uhr im Kreistagssaal. "Inklusion erst übermorgen? Itzehoe startet heute" lautet die Überschrift für den Vortrag von Raimund Patt. Der ehemalige Leiter einer Förderschule und pädagogische Leiter einer Einrichtung für Kinder- und Jugendhilfe ist seit 2006 als Freiberufler tätig in den Bereichen Schulentwicklung, Planung von Kindergärten und Schulen sowie Inklusion vor Ort. Anhand vieler Beispiele aus der kommunalen Praxis wird das Handbuch "Inklu sion vor Ort" vorgestellt, eine Diskus sion schließt sich an.

Die Arbeit mit dem Handbuch wird nachmittags in einem Workshop von 14 bis 17 Uhr vertieft. Dabei solle es um die konkreten Fragestellungen für die Gestaltung eines inklusiven Gemein wesens gehen, sagt Antje Hachenberg. "Wir versprechen uns davon einen starken Praxisbezug." Die Teilnahme - ob bei Vortrag und Workshop oder einzeln - ist jeweils gratis, für den Workshop mit begrenzter Platzzahl ist allerdings eine Anmeldung erforderlich. Dabei wird auch abgefragt, ob jemand Unterstützung braucht. Beim Forum im Dezember seien Angebote wie Gebärdendolmetscher vorgehalten, aber nicht benötigt worden, schildert Carsten Roeder vom Amt für Bildung. So sei die Abfrage jetzt ein Beispiel für Dialog statt Ressourcen-Verschwendung, sagt Antje Hachenberg.

Denn Dialog, das Knüpfen von Kontakten, das sei sehr wichtig. Die Einladung gehe an alle, die Lust hätten, sich auszuprobieren oder einzusetzen, und an alle, die sich in irgendeiner Form ausgeschlossen fühlen von der gesellschaftlichen Teilhabe - und eben nicht nur an behinderte Menschen. "Das ist in den Köpfen noch nicht wirklich angekommen", sagt Anja Naroska von der Diakonie. Es gehe auch darum, die eigene Situation klar zu machen, so Antje Hachenberg, die ein behindertes Kind hat. "Ich kann nicht erwarten, dass jemand weiß, was ich brauche."Anmeldung beim Amt für Bildung, Reichenstraße 23, 25524 Itzehoe, 04821/603243, E-Mail bildungslandschaft@itzehoe.de.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen