zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 11:59 Uhr

Bootstaufe : Teamgeist im „Stördraak“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zuschüsse, Spenden und Sponsoren ermöglichen neues Drachenboot für die Itzehoer Wasser-Wanderer.

Räucherstäbchen, Reisschnaps, Glückszettel und eine tiefe Verneigung. Mit chinesischen Ritualen tauften die Itzehoer Wasser-Wanderer ihr neues Drachenboot auf den Namen „Stördraak“. Drachenboote stammen aus China, wo reglementierte Wettrennen bereits aus dem 6. Jahrhundert nach Christus bekannt sind.

Die Itzehoer starteten etwas später damit: „Drachenbootsport begann bei den Itzehoer Wasser-Wanderern vor fünf Jahren, als wir auf unserer Ostertour nach Bremen erstmalig in ein Drachenboot stiegen, um ein Probetraining zu paddeln“, erinnerte IWW-Vorsitzender Martin Ölscher in seiner Festansprache daran, wie der Funke auf die sonst zumeist Kajak fahrenden Kanuten übersprang. Der Verein erwarb vom Bremer Sport-Club ein gebrauchtes Drachenboot und nahm fortan an zahlreichen Rennen zum Teil sehr erfolgreich teil. Seit 2010 richtet er den Itzehoer Drachenboot-Cup aus und schuf vor zwei Jahren den Itzehoer Drachenboot Indoor-Cup, der in der Wintersaison im Hallenbad stattfindet. An beiden Wettbewerben nehmen regelmäßig Teams aus ganz Norddeutschland teil.

Bei aller Freude über die große Resonanz gab es doch einen Wermutstropfen. „De fixe Draak“ lässt sich wegen seiner Öffnungen im Bug und Heck, die für die Befestigung von Drachenkopf und –schwanz vorgesehen sind, nur um den Tidenhochwasserstand herum zu Wasser lassen, ohne voll zu laufen. Mit Hilfe von privaten Spenden, mit Zuschüssen vom Kreis Steinburg, vom Landessportverband und von der Sparkasse Westholstein konnte der IWW nun ein neues Drachenboot mit verbesserter Bauform anschaffen, das unabhängig vom Wasserstand genutzt werden kann. Dass die Sparkasse die Anschaffung mit 5000 Euro sponserte, war eine große Hilfe für den IWW, der in den kommenden Jahren erhebliche Mittel für den Bau einer Bootshalle aufbringen muss. Die alten Bootsschuppen müssen der Südspange weichen.

Vereine mit eigenen Sportanlagen seien im Vergleich zu den Vereinen, die kommunale Anlagen nutzen können, schlechter gestellt, richtete sich der IWW-Vorsitzende an Bürgervorsteher Heinz Köhnke: „Ich wünsche uns und allen Vereinen mit eigenen Liegenschaften, wie Itzehoer Ruderverein, Itzehoer Kanu-Club, Itzehoer Segler-Vereinigung, dass die städtischen Gremien zügig und konstruktiv eine Form der Sportförderung finden, die diese Vereine bei der Anschaffung von Sportgeräten oder Baumaßnahmen unterstützt. Ganz besonders, wenn Itzehoe zu einer Sportstadt werden möchte.“

Der Bürgervorsteher pflichtete dem bei und wünschte dem neuen Drachenboot immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Glückwünsche überbrachten auch der stellvertretende Kreispräsident Werner Schultze, Vertreter der Steinburger Wassersportvereine und des Kreissportverbandes ebenso wie Karena Meyer, die im Namen der Sparkasse Westholstein zur Taufe einen symbolischen Scheck überreichte.

Die Taufe nahm Lisa Ölscher vor, die anschließend als Trommlerin bei der ersten offiziellen Fahrt des „Stördraak“ ins Boot stieg. Steuermann Thorben Lorentzen gab das Kommando: „In die Auslage und ab!“ – und 18 Paddlerinnen und Paddler, vom jüngsten Nachwuchs bis zum Senior, setzten das rund 13 Meter lange Boot in Bewegung. Unter dem Beifall der Festgesellschaft nahm der „Stördraak“ schnell Fahrt auf, und die Paddler zeigten, was in ihnen steckt an Muskelkraft, Teamgeist und Freude am gemeinsamen Wassersport.



Karte
zur Startseite

von
erstellt am 25.Aug.2014 | 17:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen